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IBM und Intel kooperieren bei mobilem Internet

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IBM wird künftig eine adaptierte Version seiner WebSphere Everyplace Suite Embedded Edition für Geräte mit Intels StrongARM- und XScale-Prozessorfamilie anbieten.

IBMs WebSphere-Suite ist eine Serversoftware, die die Verbindung sowohl drahtloser als auch schnurgebundener Endgeräte mit dem Internet ermöglichen soll. Sie soll es Unternehmen ohne großen Aufwand ermöglichen, Content und Anwendungen sowohl über Fest- wie auch über neue mobile Netze zu verbreiten. Als Beispiel für bereits in der Praxis eingesetzte Anwendungen nennt das Unternehmen die WAP-Schnittstellen zu den Buchungscomputern von Fluggesellschaften, über die man heute beispielsweise bereits "mobil" einchecken kann.

Intel erhofft sich durch den Deal mit IBM eine Stärkung der eigenen Produktpalette im Mobilbereich: Intels Personal Internet Client Architecture stellt Konstruktionspläne für die Entwicklung von PDAs und Mobiltelefonen zur Verfügung, die auf Intel-Hardware basieren. Sie beinhaltet Intels XScale-Prozessor, dessen Flash-memory-Produkte und die Micro Signal Architecture – ein Intel-DSP-Derivat. Die Unterstützung dieser Architektur durch die IBM-Software soll Intel ein zusätzliches Verkaufsargument für den Absatz seiner Bauelemente an Handy- und PDA-Hersteller liefern.

Software werde im mobilen Kommunikations-Markt der Zukunft eine entscheidende Rolle spielen, ist sich Intel sicher. Mobilfunkanbieter, die in die Errichtung ihrer Highspeed-Mobilfunknetze viele Millionen US-Dollar investiert hätten, seien darauf angewiesen, umsatzträchtige Services zu entwickeln, mit denen sich ihre Investitionen amortisieren und sie in die Gewinnzone fahren können. Der Deal mit IBM könne dazu beitragen, den Mobilfunkanbietern die hierzu nötige Infrastruktur zur Verfügung zu stellen. (klp)