IBM und Linux Foundation starten kostenlose COBOL-Programmierkurse

Gemeinsam mit der Linux Foundation bietet IBM kostenlose COBOL-Kurse an. Entsprechende Programmierer werden derzeit vor allem in den USA benötigt.

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(Bild: whiteMocca/Shutterstock.com)

Von
  • Patrick Bellmer

Mit kostenlosen COBOL-Kursen und zusätzlichen Foren reagiert IBM auf eine unerwartet hohe Nachfrage nach entsprechenden Programmierern, vor allem in den USA. Teile der dortigen kritischen Infrastruktur wie das Gesundheits- und Transportwesen, aber auch Banken, nutzen Software, die in der Programmiersprache geschrieben wurden. Die Maßnahmen sollen dabei helfen, den Ausbau von Systemen im Zuge der Coronakrise zu beschleunigen.

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Dabei arbeitet IBM mit dem Open Mainframe Project der Linux Foundation zusammen. Das Ergebnis sind drei Bausteine: Der Erste sind kostenlose COBOL-Kurse auf Open-Source-Basis, die sich an Anfänger und Fortgeschrittene richten. Hierfür nutzen IBM und die Linux Foundation zunächst lediglich GitHub und Microsofts VS Code (Download). Im Mai sollen ebenfalls kostenlosen Videoschulungen folgen, hier kooperiert IBM mit Coursera.

Vor allem an Anfänger richtet sich das eigens eingerichtete Forum für technische Fragen. Hier sollen erfahrene COBOL-Programmierer mit Rat und Tat unterstützen. Beim dritten Baustein handelt es sich ebenfalls um ein Forum, das sich aber an Arbeitgeber richtet. Diese sollen auf diesem Weg den Kontakt mit Programmierern herstellen können – unabhängig davon, ob es sich um erfahrene Programmierer oder frisch gebackene Absolventen handelt.

Vor allem die US-Bundesstaaten Connecticut und New Jersey suchen nach zusätzlichen COBOL-Programmierern. Dort nutzen auch die staatlichen Arbeitslosendatenbanken die inzwischen rund 60 Jahre alte Programmiersprache. Aber auch in Europa kommt COBOL noch immer zum Einsatz, beispielsweise im Finanzwesen. Schätzungen zufolge laufen etwa 95 Prozent aller Geldautomation mit COBOL. (pbe)