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IBM wegen Diebstahl geistigen Eigentums bei EPAL verklagt

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Der Softwareriese IBM soll seine Definition der Enterprise Privacy Authorization Language (EPAL) auch auf fremdem geistigem Eigentum aufgebaut haben. Folgt man der Klage des kanadischen Softwarehauses Zero-Knowledge Systems (ZKS), kommt die lateinische Wurzel "privare" (stehlen, rauben) des neudeutschen Begriffs für eine geschützte Intimsphäre beim Softwareriesen IBM besonders deutlich zur Geltung. Der Anbieter von Datenschutzdiensten für Internet-Provider hat bis Februar 2002 zusammen mit IBM eine XML-basierende Sprache für Datenschutzrichtlinien in Unternehmen erarbeitet. Als Ausgangspunkt der Entwicklung betrachtet ZKS die zuvor im Hause geschaffene Privacy Rights Markup Language (PRML), die man IBM unter Vereinbarung der Nichtweitergabe zugänglich gemacht haben will.

Das Ergebnis der Kooperation, eben EPAL, hat IBM inzwischen offengelegt und beim W3C zur Anerkennung als offener Standard eingereicht, ohne die Mitwirkung von ZKS zu würdigen. Die Kanadier sehen sich indes als Miteigentümer an EPAL und wollen die Rechte an der Sprache durch die neu gegründete Firma Synomos vermarkten. Den Anfang haben sich jetzt gemacht, indem sie IBM in Quebec wegen Copyrightsverletzung auf fünf Millionen US-Dollar Schadenersatz verklagten. IBM hat die Angelegenheit bislang nicht kommentiert. (hps)