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IBM will Drohnen via Watson mit künstlicher Intelligenz ausstatten

Durch eine Zusammenarbeit mit dem niederländischen Drohnenhersteller Aerialtronics sollen unbemannte Luftfahrzeuge bald in der Lage sein, aus den von ihnen gesammelten Daten zu lernen.

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IBM will Drohnen via Watson mit künstlicher Intelligenz ausstatten

IBM will Watson-Technik demnächst auf Drohnen des niederländischen Unternehmens Aerialtronics bringen, berichten US-Medien. Durch die Zusammenarbeit soll wohl eine Informationsverarbeitungskette entstehen, mit der Videos, die das Luftfahrzeug aufzeichnet, über eine Watson-Programmierschnittstelle vorverarbeitet werden und sich durch Watson und das Bluemix-Cloudangebot für Lernprozesse des Systems oder Analysevorgänge nutzen lassen.

Aerialtronics' Anwendungsfall sind unterschiedliche Überwachungs- und Prüfaufgaben. So will das Unternehmen seine Drohnen etwa dazu nutzen, um herauszufinden, ob Funkmasten, Windturbinen oder ähnliche Konstruktionen, die für Menschen nur mit einigen Umständen zu erreichen sind, einer Reparatur bedürfen. Mit einer Kamera ausgestattet können die Geräte Daten sammeln, die Watsons Cognitive-Computing-Ansatz braucht, um sie lernen zu lassen, in welchem Zustand sich das beobachtete System befindet und ob und wann ein Eingreifen nötig ist.

IBM öffnete seine dem Supercomputer Watson zugrunde liegende Cognitive-Computing-Technik (DeepQA) 2013, sodass sich diese als Entwicklungsplattform in der Cloud nutzen lassen sollte. Watson hatte Berühmtheit erlangt, als IBM den Supercomputer Anfang 2011 gegen zwei Champions der Quizshow Jeopardy! antreten ließ. Seitdem baut das Unternehmen Watson als eigenständige Sparte weiter aus, die mittlerweile auch durch einen Sitz in München in Deutschland vertreten ist. (jul)

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