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IBMs PowerPC-Blades sollen ab Juni endlich ausgeliefert werden

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Der viel beachtete Blade-Server-Einschub JS20 mit dem 64-Bit-PowerPC-970-Prozessor von IBM soll nun erst ab Juni in größeren Stückzahlen ausgeliefert werden.

Im US-Webshop von IBM ist zur Lieferbarkeit des Server-Einschubs nur der Hinweis "bitte anrufen" vermerkt. Den JS20 hatte IBM bereits zur CeBIT 2003 angekündigt, dann im November 2003 offiziell vorgestellt und als Liefertermin den März 2004 angegeben, aber bisher wohl nur an einen Testkunden ausgeliefert. Nach Informationen des US-Newsdienstes CNet sollen Probleme mit der Verwaltung des (maximal 4 GByte großen) Hauptspeichers der kompakten Dual-Prozessor-Server aufgetreten sein, die aber mittlerweile beseitigt wurden.

Der JS20 ist deshalb ein besonders interessanter Blade-Server, weil er als 64-Bit-PowerPC-System gemeinsam mit 2- und 4-Wege-Einschüben mit 32-Bit-Xeon-Prozessoren von Intel im gleichen Chassis laufen kann. Damit lassen sich im gleichen Rack gemischte Systeme aufbauen und mit einheitlichen Management-Tools verwalten. Als Betriebssystem ist für den JS20 Linux vorgesehen. Mittlerweile hat auch Sun ein Blade-Server-System mit 32-Bit-Einschüben (Mobile AMD Athlon XP-M 1800+) und 64-Bit-Einschüben (UltraSPARC IIi 650 MHz) angekündigt. Mit AMD-Opteron-Prozessoren lassen sich ohnehin Blades für 32-/64-Bit-Mischbetrieb bauen, bald soll das auch mit Intels Xeon-Nachfolger Nocona möglich werden.

AMD-Opteron-Blade-Server bietet das US-Unternehmen Verari Systems an, das im April aus der ehemaligen Firma RackSaver und durch den Zukauf der MPI Software Technology entstanden ist. Laut Verari sind in einem Rack Systeme mit bis zu 66 Dual-Opteron- oder 88 Dual-Xeon-Knoten (132 beziehungsweise 176 Prozessoren) möglich, wobei die spezielle "Vertical-Cooling"-Technik bis zu 21 Kilowatt Abwärme aus dem Schrank befördern soll. (ciw)