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ICANN: punktlose Domains nicht vom Tisch

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Die für die Vergabe von Domainnamen und die Verwaltung des Domain Name System zuständige ICANN diskutiert weiter über punktlose Domainnamen (dotless Domains). Dieses nicht über Internet-Spezifikationen abgedeckte URL-Schema war offenbar von Diensteanbietern wie Google ins Spiel gebracht worden.

Punktlose Domainnamen bestehen aus nur einem Label wie in der URL http://example oder der Mail-Adresse root@example. Viele Bewerber für die neuen generischen Top-Level-Domains (gTLDs) hatten offenbar danach gefragt, ob sie neue gTLD wie .music auch ohne den Punkt in URLs oder Adressen einsetzen können und wie sich diese Art der Nutzung auf die Internet-Infrastruktur auswirke. Dazu gehört laut US-Berichten auch Google, die gerne die punktlose Domain http://search als universelle Suchschnittstelle einsetzen wollen.

Doch der Vorschlag erntete bereits kurz nach seiner Vorstellung massive Kritik: Laut Dan Kaminsky hätten punktlose Domains zwar einen Marketing-Wert, würden aber das DNS torpedieren. Auch Microsoft und das Internet Architecture Board der IETF sprachen sich dagegen aus.

Mit einer weiteren, vom Sicherheitsunternehmen Carve System erstellten Studie führt die ICANN diese Diskussion trotzdem fort: Der Carve-Report zeigt zwar deutlich die Probleme auf, spricht sich aber nicht ausdrücklich gegen punktlose Domains aus. Stattdessen schlägt er Namenskonventionen vor und mahnt zu weiterer Forschung.

Details zu den Ansätzen und den Problemen mit dotless domains bringt heise Netze:

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