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ICANN will neue Top-Level-Domains bis Sommer 2013 bearbeiten

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Die Netzverwaltungsorganisation ICANN will eingegangene Anträge für neue Top-Level-Domains nun in einem Schwung abarbeiten. Die Bearbeitung der Domain-Bewerbungen habe begonnen, teilte die ICANN am Montag mit. Es sei geplant, alle 1930 Anträge so schnell wie möglich zu bearbeiten und die Ergebnisse dann auf einmal zu veröffentlichen. Die ICANN rechnet mit einer Bearbeitungszeit von etwa elf Monaten, die Veröffentlichung der Ergebnisse könne dann im Sommer 2013 erfolgen.

Die ICANN hatte zunächst geplant, jeweils 500 der im Rahmen des komplexen und mit technischen Fehlern behafteten Verfahrens eingegangenen Bewerbungen in halbjährlichen Etappen abzuarbeiten. Mit einem "digitalen Bogenschießen" sollten die Bewerber die Plätze in den vier geplanten Etappen ausspielen.

Dazu sollten Bewerber zu einer vorher festgelegten Zeit eine Schaltfläche auf einer Website betätigen. Je näher der Zeitpunkt dieses Knopfdrucks ("Bogenschuss") der vorher bestimmten Zeit kam, desto größer die Chance auf einen der vorderen Startplätze. Nach heftiger Kritik an dem Verfahren und Bedenken wegen des im US-Bundesstaat Kalifornien herrschenden Glücksspielverbots musste die ICANN das Verfahren aussetzen und schließlich ganz darauf verzichten.

Damit stellt sich der ICANN nun ein neues Problem: Im Vorfeld hatte sich die Netzverwaltung bereit erklärt, pro Jahr nicht mehr als 1000 neue Domains in die Rootzone eintragen zu lassen, um deren Stabilität nicht zu gefährden. Dies war auch durch die geplante paketweise Bearbeitung der Bewerbungen sichergestellt. Da nicht alle neuen Domains auf einmal in die Rootzone eingetragen werden können, bittet die ICANN nun um Stellungnahmen zur Gestaltung eines geeigneten Verfahrens. Interessenten können ihre Stellungnahmen bis zum 19. August einreichen. (vbr)