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ID-Diebesring mit 111 Beteiligten aufgeflogen

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Als größten Identitätsdiebstahl der US-Geschichte bezeichneten die Ankläger den nun bekanntgewordenen Fall von Kreditkartenbetrug. 111 Beteiligte, unter ihnen Bankkassierer, Einzelhandelsangestellte, Kellner und mutmaßliche Kriminelle, sollen in eineinhalb Jahren über 13 Millionen US-Dollar ergaunert haben. Wie die Bezirksstaatsanwaltschaft von Queens County, New York, bekanntgab, seien 86 der Verdächtigen verhaftet, nach 25 weiteren werde noch gefahndet.

Die Mitglieder der Bande bestünden aus ID-Dieben, Abzockern, Kartenfälschern, Hehlern und Teams, die Waren im Wert von tausenden Dollars in Läden überall in den USA eingekauft hätten. Anfang der Woche habe die Polizei einen Laster gefüllt mit elektronischen Geräten, Computern, Schuhen, Armbanduhren sowie Hilfmittel und Rohmaterial zum Fälschen von Kreditkarten gefunden.

Die Kreditkarternnummern kämen aus unterschiedlichen Quellen, erklärte die Staatsanwaltschaft weiter, von Datendiebstählen durch Kassierer und Restaurantangestellte, über Internetforen und über dubiose Zulieferer aus Ländern wie Russland, China und Libyen. Mehrere Firmen, darunter Apple, Best Buy, Nordstrom, Macy's und etliche Finanzinstitute wie Citi, Chase Bank and Bank of America sollen bei den Ermittlungen geholfen haben. (sun)