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IDC: Ein Tsunami unstrukturierter Daten schwappt durchs Netz

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Die weltweiten Investitionen in Informationstechnik werden im kommenden Jahr nach Schätzungen der IDC-Marktforscher um etwa 5,5 bis 6 Prozent wachsen. Damit werde das Wachstum unter dem des diesjährigen liegen, das IDC mit 6,9 Prozent beziffert. Die IT-Anbieter konzentrierten sich dabei vor allem auf aufstrebende Länder wie Brasilien, Russland, China und Indien. Im kommenden Jahr würden außerdem Produktpakete wie zum Beispiel aus Servern mit vorinstallierten Anwendungen und die Verlagerung von Geschäftsmodellen wie Speicherbereitstellung, Imaging, Druck, Anwendungen und "Business Intelligence" hin zum Online-Vertrieb im Vordergrund stehen, prophezeien die Marktforscher.

So genannte Web Gadgets wie Apples iPod touch und Amazons Kindle schließen als eine neue Geräteklasse die Kluft zwischen Notebooks und Smartphones, heißt es aus dem Hause IDC. Diese Geräteklasse werde den "Online-Marktplatz" radikal ändern, beispielsweise durch lokalisierte Dienstleistungen (location-based Services). Durch diese Geräte sowie durch Bestrebungen zu offenen Plattformen wie durch Google forciert gerieten die Mobilfunkanbieter wohl unter Druck, ihre Netze für alle Geräte und Anwendungen zu öffnen.

Soziale Netze lösen voraussichtlich einen "Tsunami unstrukturierter Daten" aus. Als Heilsbringer in dieser Situation sehen die IDC-Marktforscher in ihrer Kristallkugel eine "Eureka 2.0"-Software, die Textanalyse, Extraktion einer Grundstimmung und andere Techniken miteinander verknüpft, um aus der "Kakophonie" eine "Weisheit der Masse" zu machen. Dazu kommen weiter anhaltende Trends wie VoIP für Privatanwender, umweltverträgliche IT sowie eine Konsolidierung des Marktes.

Insgesamt befinde sich die Branche in einer Phase nach einer Umwälzung durch Online-Geschäftsmodelle, Community-basierte Entwicklungen und aufstrebende Märkte, meint IDC. In diesem Jahr hätten Web-2.0-Anwendungen, offene Entwicklungen und der Trend zum "Everything-as-a-service" weiteren Auftrieb erhalten. Die IT-Anbieter sollten sich von ihrem althergebrachten Verständnis und ihren bisherigen Angeboten lösen und ebenso ihre Kundenbasis neu definieren, geben die Marktforscher der Branche für den Jahreswechsel mit auf den Weg. (anw)