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IDF 2015: Entwicklermodul Curie lässt die Spinnen tanzen

Nur so groß wie ein Daumennagel und trotzdem ein Komplettpaket für Lifestyle-Elekronik vom Fitnesstracker bis zum drahtlosen Türöffner: Intels Entwicklerplatine Curie.

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Intel Curie in Roboter-Spinnen

Erstmals vorgestellt hatte Intel Curie, das Entwicklermodul für Wearables, auf der CES. Nun folgen anlässlich des IDF die technischen Details zu Hard- und Software: Kernstück ist Intels Quark-SoC-Prozessor, dem 384 KByte Flash- und 80 KByte Arbeitsspeicher zur Verfügung stehen. Ein DSP übernimmt die Auswertung des sechsachsigen Beschleunigungssensors und ein Bluetooth-Funkmodul stellt die Verbindung zur Außenwelt her. Damit soll das Daumennagel große Curie-Modul den Bau von Elektronik für Wearables ermöglichen, die sich unter anderem in Kleidung integrieren lässt. Wie das aussehen könnte, demonstrierte Intel-Chef Brian Krzanich in seiner Keynote: Er dirigierte knapp 100 Spinnenroboter mit den Sensoren seines Curie-Armbands.

Intels Entwicklungsplatine Curie soll den Einstieg ins Internet der Dinge vereinfachen und dem Quark-Prozessor Verbreitung sichern.

In den Handel kommen soll Curie noch in diesem Jahr – samt einer ganzen Reihe von Referenzdesigns. Ein Beispiel dafür hat Intel auf dem IDF schon gezeigt: Unternehmens-Mitarbeiter, die ein Curie-System tragen, können sich automatisch an PCs anmelden, sobald sie in deren Nähe kommen.

[Update]Bastler vertröstete Brian Krzanich auf die Maker Fair in Rom. Dort wolle man Mitte Oktober mehr verraten. [/Update]

Intel möchte Entwicklern den Einstieg ins Internet der Dinge (IoT) mit einem Komplettpaket erleichtern: Angefangen bei der Hardware mit den hauseigenen Quark-Chips über die Firmware, Software Development Kits und "Services" für vordefinierte Anwendungsfälle. Wie das Geschäftsmodell hinter diesen Cloud-Diensten aussieht war ebenso wenig zu erfahren wie die finalen Preise für Curie.

Knapp 100 der Roboterspinnen dirigierte Intel-Chef Brian Krzanich mit einem Armband in dem ein Curie-Modul steckte.

Mit zum Konzept gehören die IQ Software Kits. Sie bündeln alles, was man laut Intel für die Entwicklung von Wearables braucht. Angefangen bei den Algorithmen zur Sensorauswertung über die Firmware samt Netzwerk-Stacks bis hin zu Smartphone-Apps und Cloud-Diensten. Den Anfang machen zwei Kits: Body IQ Software kann biometrische Daten auswerten – etwa Schritte zählen, verbrannte Kalorien errechnen und persönliche Trainingsziele überwachen. Social IQ Software kann Punkt-zu-Punkt-Kommunikation zwischen zwei Wearables herstellen und erlaubt es Herstellern, Push-Nachrichten an ihre Kunden zu versenden.

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Zwei Weitere Kits sollen noch 2015 folgen: Time IQ ist auf die Verwaltung von Aufgaben und Kalendern spezialisiert, während Identity IQ die Identität des Nutzers prüft und die Grundlage für Zugangskontrollsysteme bilden soll.

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Intel ließ die spinnenartigen Roboter erstmals auf der diesjährigen CES tanzen.

(bbe)