IDF: Brennstoffzelle versorgt Notebook und Handy

Das deutsche Unternehmen Smart Fuel Cell zeigt eine mit Methanol angetriebene Brennstoffzelle zur Stromversorgung von Notebooks.

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Auf dem IDF (Intel Developer Forum) in München hat das deutsche Unternehmen Smart Fuel Cell erstmals eine mit Methanol betriebene Brennstoffzelle gezeigt, die ein Notebook und ein Mobiltelefon über zehn Stunden mit Strom versorgen können soll. Eine kleine Plastikkartusche versorgt das System mit dem nötigen Methylalkohol, der mit Hilfe eines Katalysators zu Kohlendioxid und Wasser "verbrennt". Bei diesem kalten Verbrennungsprozess entsteht Energie in Form von Strom. Der gezeigte Prototyp des Unternehmens erzeugt laut Entwicklungsleiter Jens Müller etwa 40 Wattstunden. Bereits im vorigen Jahr machten die Akku-Spezialisten von sich reden, als sie auf einer Hamburger Messe eine Videokamera mit einem Vormodell der gezeigten Stromquelle betrieben; Anfang Januar hatte die Firma bereits die Produktion eines Brennstoffzellentyps aufgenommen.

Das nun gezeigte Modul liefert im Unterschied dazu 60 Prozent mehr Strom und ist gleichzeitig 60 Prozent kleiner -- etwa so groß wie ein Verbandskasten. Damit baut die Firma momentan die nach eigenen Angaben weltweit effizienteste Brennstoffzelle. Das Fraunhofer-Institut konnte zwar bereits eine von Wasserstoff angetriebene Zelle in ein Notebook integrieren, erreichte aber bisher nicht einmal die Leistung eines normalen Lithium-Ionen-Akkus. Müller sagte gegenüber heise online, dass man auch von den Ideen des Instituts profitiere und bereits für nächstes Jahr plane, eine Brennstoffzelle mit gleicher Energie wie das auf dem IDF gezeigte Modell ebenfalls in ein Notebook zu integrieren. In der Zwischenzeit versucht das Unternehmen weltweit Partner zu finden, die die nötigen Methanol-Kartuschen anbieten sollen. An eine Lösung mit nachfüllbaren Methanol-Behältern sei vorerst nicht gedacht. Wann die tragbare Energielösung zu welchem Preis zu kaufen sein wird, war noch nicht zu erfahren. (dal/c't) / (jow)