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IDF: Intel setzt noch stärker auf Billig-Rechner und Chromebooks

Auf Intels Entwicklerkonferenz IDF im chinesischen Shenzhen kündigt der Chip-Marktführer weitere Prozessoren für Netbooks und Billig-Desktops an und gibt Hilfestellung zur Kostensenkung bei Tablets.

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Intel-Roadmap für Tablet-Atoms: Cherry Trail kommt Ende 2014, Broxton 2016

(Bild: Intel)

Bilig, billig, billig: Mit Hochdruck arbeitet Intel an billigeren Produkten, um die Tablet-Schwemme zu kontern. Auf der chinesischen Frühjahrs-Ausgabe der Entwicklerkonferenz IDF präsentiert Intel Studien und Demo-Plattformen, die den asiatischen Herstellern bei der Reduktion der Fertigungskosten helfen sollen. Außerdem bekräftigt Intel abermals, weiter Atom-Varianten für 99-Dollar-Tablets zu liefern, beziehungsweise mit SoFIA für Billig-Smartphones bald liefern zu wollen.

Intel setzt dabei einerseits auf Android, wo der eigene Erfolg bisher bescheiden ist, und dürfte sich über die verschenkten Windows-8.1-Lizenzen für Tablets mit weniger als 9 Zoll Schirmdiagonale freuen. Auf dem IDF stellte Intel abgespeckte Atom-Z3000-Varianten namens Z3735G und Z3735F im Detail vor, die auf Android-Tablets zielen. Ein Master Refence Design MRD-7 für 7-Zoll-Tablets mit 1280er-Auflösung und eine Kooperation mit anderen Halbleiter-Zulieferern sollen die Preise drücken. Der Atom Z3735F hat zwar auch vier Kerne wie die in Windows-Tablets verbreiteten Z3740D und Z3770, taktet aber weniger hoch und hat nur einen 32-Bit-Speicherkanal für maximal 1 GByte DDR3L-RS-RAM. Er steckt in einem etwas veränderten Gehäuse, was den Einsatz auf billigeren Leiterplatten mit sechs Lagen ermöglicht. Wann ein 64-Bit-Android erscheinen wird, darüber will Intel nicht spekulieren – der hauseigene Software-Unterbau samt Treibern soll bereits fertig sein.

Billig-Desktop Intel NUC mit Celeron N2820.

Für kommende Netbooks, Chromebooks und Billig-Desktops soll in der zweiten Jahreshälfte ein Spezial-SoC kommen: Braswell. Der 14-Nanometer-Chip oder die Plattform – das sagte Kirk Skaugen nicht ganz klar – folgt wohl auf Bay Trail-D und Bay Trail-M, also die "Atom-Celeron"-Plattformen mit 22-nm-Valleyview-SoCs wie Celeron N2820, N2920, J1800 und J1900.

Für Tablets ist weiter Cherryview/Cherry Trail geplant als Nachfolger von Bay Trail-T alias Atom Z3000. In den 14-nm-SoCs sollen Airmont-Rechenwerke stecken sowie angeblich auch eine überarbeitete "HD Graphics", die einer abgespeckten Variante der dann aktuellen Broadwell-Prozessorgeneration für Notebooks und Ultrabooks entspricht. (ciw)