Menü

IDF: Intel stellt neue Easy-PCs vor

vorlesen Drucken Kommentare lesen 15 Beiträge

Auf dem IDF präsentierte Pat Gelsinger, Chef der Intel Architecture Group, einmal mehr neue Designer-PCs als Beispiele für Intels Ease-of-Use-Konzept. Der "Easy PC" soll nach Ansicht von Intel ohne langwieriges Booten schnell benutzbar sein, auf fehlerträchtige und leistungshemmende "Legacy"-Schnittstellen wie PS/2-, serielle und parallele Ports verzichten und leicht bedienbar sein. Als Anschluss- und Erweiterungsmöglichkeit sind USB- oder FireWire-Schnittstellen vorgesehen, kompakte und bunte Gehäuse sparen Platz und sollen gefallen.

In einer aufwändigen virtuellen Präsentation stellt Intel interessant erscheinende Konzepte vor. Fast alle der schicken Schmuckstücke haben aber eines gemeinsam: Man kann sie nirgends kaufen. Intel selbst stellt bislang im Rahmen des "Innovative PC Recognition Program" ganze zwei Geräte vor, von denen mittlerweile nur noch Compaqs EZ2000 lieferbar ist. Dabei gibt es durchaus andere Hersteller, die auf dieses Pferd setzen: Beispielsweise IBM, Hewlett-Packard und Fujitsu-Siemens. Compaq ist allerdings mit dem Erfolg des EZ2000 nicht zufrieden: Offenbar verkaufen sich Easy-PCs nicht von selbst.

Laut Intel startete der Ease-of-Use-"Kreuzzug" auf dem IDF 1998 mit der Vorstellung erster "Concept PCs". Das war rund zwei Monate, nachdem Apple die ersten iMacs auslieferte. Doch im Verlauf von zwei Jahren gelang es nicht, alle Voraussetzungen für den Easy-PC zu erfüllen: Nach wie vor ist beispielsweise die ACPI-Konfiguration, die den Verzicht auf das zeitraubende Booten durch einen Suspend-to-RAM-Modus ermöglichen würde, extrem hakelig. Auch Windows 2000 bringt hier keine wesentliche Verbesserung, solange die Hardware-Hersteller bei ihren Produkten und Treibern nicht disziplinierter arbeiten.

Zusätzlich lässt die Leistungsfähigkeit der USB-Schnittstelle zu wünschen übrig, die praktisch die einzige Erweiterungsmöglichkeit eines Easy-PCs darstellt. Seit geraumer Zeit arbeitet man daher an der Einführung des USB-2.0-Standards, der mit 480 MBit/s die 40-fache Übertragungskapazität des aktuellen USB-1.1-Standards (12 MBit/s) bietet. Doch noch sind keine USB-2.0-Geräte verfügbar. Zwar haben alle Chipsatzhersteller Produkte in Planung, die auf Mainboards für schnellere USB-Ports sorgen werden, doch wird es wohl noch bis Anfang 2001 dauern, bevor es USB-2.0-taugliche Rechner gibt. Jetzt stellt Intel Hardware-Herstellern kostenlos das "USB 2.0 Peripheral Integration Lab" zur Verfügung, um die Einführung der schnellen Schnittstelle zu beschleunigen. (ciw)