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IDF: Intel zeigt 64-Bit-Prozessor McKinley

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Wie bereits erwartet, setzte Paul Otellini als Nachfolger des "degradierten" ehemaligen Chefs der Mikroprozessor-Abteilung Albery Yu die Tradition fort, auf dem Intel Developer Forum (IDF) bahnbrechende neue CPU-Designs vorzuführen – allerdings nicht so effekthascherisch wie früher mit den üblichen Gigahertz-Rekorden. Der Pentium 4 mit 2 GHz wurde mehr nebenbei von Microsoft bei einer kurzen Präsentation von Windows XP als Basis benutzt. Dann konnte man ein Notebook bewundern, das mit dem Mobile Pentium III in 0,13 µm bestückt war (Codename Tualatin). Es lief vergleichsweise beschaulich mit 850 MHz, zum Stromverbrauch äußerte sich Otellini nicht.

Schließlich führte Stephen Hunt, seit Jahren der Mann für die IDF-Highlights, drei Systeme mit dem 64-Bit-Prozessor und Itanium-Nachfolger McKinley vor, die wenig spektakulär miteinander korrespondierten: einer unter Windows XP, der zweite unter Linux und der dritte unter HP-UX. Zur Taktrate sagte er jedoch nichts – schließlich handelte es sich noch um den ersten Alpha-Step. Otellini verriet nur, dass McKinley bei üblichen Serverapplikationen fünf- bis achtmal schneller sein soll als aktuelle Xeon-Prozessoren. Das Bus-Interface soll gegenüber Itanium um den Faktor 3 schneller sein. Der Chip mit 160 Millionen Transistoren hat einen großen L2-Cache integriert und mehr Funktionseinheiten (vermutlich sechs). Ende dieses Jahres sollen die ersten Pilot-Systeme ausgeliefert werden. (as/c't) / (jk)