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IDF: QuickAssist-Coprozessoren mit Altera-Stratix-FPGAs

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In den letzten Monaten war es um das ehemalige Trendthema der Coprozessoren beziehungsweise Applikationsbeschleuniger etwas still geworden, abgesehen von den regen Aktivitäten der Grafikchipspezialisten AMD (FireStream) und Nvidia (CUDA/Tesla). Auf dem IDF gibt es jetzt einige Erfolgsmeldungen sowie Präsentationen und Diskussionen; Intel handelt das Thema unter dem Marketing-Schlagwort QuickAssist ab – schließlich sollen künftige Coprozessoren per QuickPath (QPI) oder kohärentem PCI Express (Geneseo) an Intel-Systeme andocken, während AMD im Rahmen der Torrenza-Initiative erwartungsgemäß HyperTransport präferiert.

Bereits im Juni hatte die Firma XtremeData gemeldet, ihre im vergangenen Jahr angekündigten "In-Socket"-Beschleuniger der Baureihe XD2000 auszuliefern. Die Version XD2000F ist für Opteron-Mainboards mit "Socket-F"-Prozessorfassung (LGA1207) gedacht, auf dem Intel-Entwicklerforum redet man aber selbstverständlich lieber über das Modul XD2000i, das auf beliebigen Xeon-Boards mit FSB1066 und LGA771-Fassung (Xeon-Baureihe 5000, Dual Processors/DP) laufen soll. Es vereint drei Field Programmable Gate Arrays (FPGAs) der Baureihe Stratix III von Altera, 16 MByte QDRII+-SRAM mit 350 MHz Taktfrequenz und 32 MByte Flash-Speicher. Laut XtremeData sollen die XD2000-Beschleuniger bestimmte Datenbankoperationen um den Faktor 10 bis 100 beschleunigen können. Als Software-Schnittstelle ist ein QuickAssist Technology Accelerator Abstraction Layer (AAL) vorgesehen.

Die Geneseo-Kohärenzerweiterung soll laut Intel in die PCIe-3.0-Spezifikation einfließen, erste Erweiterungskarten könnten also frühestens etwa 2010 erscheinen. Das aktuelle XtremeData-Modul für Opteron-Server kommuniziert offenbar noch per HyperTransport 1.1, nämlich mit 800 MHz.

Zum IDF Fall 2008 siehe auch:

(ciw)