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IDF: Serial-ATA-Spezifikation 2.6 vorgestellt

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Anfang März hat die Serial ATA Working Group die Spezifikation für Serial ATA in der Version 2.6 verabschiedet. Einige Details daraus hat Intel auf dem derzeit in Peking stattfindenden Intel Developer Forum (IDF) jetzt näher vorgestellt.

Die Neuerungen betreffen im Wesentlichen mobile Festplatten. So definiert die neue SATA-Spezifikation unter anderem einen Micro-SATA-Stecker für schlanke 1,8-Zoll-Festplatten. Das scheint auch notwendig, denn die eigentlich für kleine Mobil-Festplatten gedachte CE-ATA-Schnittstelle hat sich bis heute nicht durchgesetzt.

Außerdem hat sich die Serial ATA Working Group einige Optimierungen für das Native Command Queuing (NCQ) bei SATA-Platten ausgedacht: In der Spezifikation ist neuerdings ein Mechanismus namens NCQ Unload vorgesehen. Er erlaubt es dem Host, die Platte per Befehl zu zwingen, die Schreib-/Leseköpfe sofort auf einer Rampe zu parken, auch wenn sie noch nicht alle ausstehenden NCQ-Kommandos abgearbeitet hat. Dies kann dann besonders sinnvoll sein, wenn beispielsweise eine im Notebook eingebaute mobile Festplatte im laufenden Betrieb bei Stürzen vor Beschädigungen wie dem berüchtigten Headcrash geschützt werden soll. NCQ Priority soll es dem Host dagegen erlauben, die Verwaltung und Sortierung von NCQ-Kommandos der Platte nicht mehr allein zu überlassen, sondern für bestimmte Kommandos eine bevorzugte Abarbeitung einzufordern.

Derweil Version 2.6 der SATA-Spezifikation gegen eine Gebühr von 25 US-Dollar zum Download als PDF erhältlich ist, arbeitet die Serial ATA Working Group auch schon an der dritten Generation von SATA-Festplatten. Bei diesen Laufwerken soll die Schnittstellengeschwindigkeit erneut von derzeit 3 auf 6 GBit/s verdoppelt werden. Trotzdem sollen die Platten zu Hostadaptern rückwärtskompatibel bleiben, die nur den langsameren Modus mit 1,5 oder 3 GBit/s behrrschen. Erste Interoperatibilitätstest sind für nächsten Monat vorgesehen, und die Spezifikation hierzu soll in der zweiten Jahreshälfte fertig gestellt werden.

Zum IDF in Peking siehe auch:

(boi)