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IDF: Server & Storage

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Der dritte IDF-Tag stand vorrangig unter dem Thema Server und Storage. Den neuen Itanium 2 namens Madison hatte Intels Chief Operating Officer Paul Ottelini ja schon am ersten IDF-Tag kurz vorgeführt. Jetzt wurde nochmal betont, dass der in 0,13-µm-Technik gefertigte Madison wie der Vorgänger McKinley unter den Namen Itanium 2 und nicht etwa als Itanium 3 ins Rennen gehen soll. Der Chip ist voll sockel-kompatibel zum Itanium 2, aber dank höherem Takt und doppelt so großem L3-Cache von sechs MByte 30 bis 50 Prozent schneller. Zum Itanium 2 wurden neben den schon verkündeten TPC-Werten jetzt noch ein paar weitere Benchmark-Ergebnisse veröffentlicht, darunter viele "Industrie-Rekorde": Etwa die 120 GByte/s im Stream-Benchmark auf einer 64-Prozessor-Maschine von SGI oder 101 GFlops im Linpack HPC auf dem NEC-Server TX7/i9510 mit 32 Prozessoren.

Auch ein paar richtige Launches fanden statt: Nach den Desktop-Prozessoren sind jetzt nämlich die Xeons (DP) mit 2,6 und 2,8 GHz für 433 respektive 562 US-Dollar zu haben (OEM-Preis ab 1000 Stück). Neue Chipsätze bringen FSB533 und DDR266 auch in die Workstation- und Serverwelt: Granite Bay, für einen, und Placer für zwei Prozessoren, jeweils mit AGP8x versehen, und für Server der Plumas. Diese Chipsätze sollen im viertem Quartal zusammen mit 3-GHz-Xeons herauskommen.

Daneben stellte Intel für Storage-Zwecke eine Low-Voltage-Version des Xeon vor, der, mit 1,6 GHz Takt betrieben, weniger Leistung verbrauchen soll. Allerdings kochte Intel den kühlen Xeon-Prozessor so klein, dass es nicht einmal Angaben zur Spannung oder zur Leistungsaufnahme gab, nur zum Preis: 350 US-Dollar.

Im Storage-Bereich soll Serial ATA jetzt breitflächig auf den Markt. Intel selbst will das Bluemountain-2-Board mit zwei integrierten SATA-Kanälen ausliefern sowie auch bei den RAID-Systemen kräftig mitspielen. Der RAID Controller SRCZCR kann sowohl mit SATA als auch Ultra160 SCSI und dem neuen Ultra320 SCSI umgehen. Er bietet zusätzlich eine von Intel entwickelte RAID-Erweiterung namens RAIDIOS. Daneben vermarktet Intel auch RAID-Controller für Fiberchannel mit 2GBit/s. Serial ATA II ist jetzt ebenfalls spezifiziert und man konnte im Showcase die ersten Prototypen bewundern. SATA II bietet nicht nur die doppelte Geschwindigkeit (bei gleichem Kabel), sondern auch neue Features wie Command Queuing. Und da gibt es ja noch im High-End den "Dauerbrenner" Infiniband, der noch auf Single-Chip-Lösungen wartet. Aus diesem Geschäft hat sich das Halbleiterhaus Intel aber inzwischen herausgezogen und überlässt es anderen Firmen, vor allem IBM. Als Verbindung zwischen Cluster und Speichersubsystemen ist Infiniband dennoch weiterhin Intels I/O-Anschluss erster Wahl, für Board-zu-Board-Verbindungen setzt Intel aber offenbar verstärkt auf den PCI-Express. Eine allererste Demo vom PCI-Express mit einem NEC-Testchip konnte man auch schon bewundern. (Erich Bonnert) / (wst)