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IDF: USB-3.1-Hostcontroller zum Jahreswechsel

Erweiterungskarten, die bestehende PCs um USB 3.1 ergänzen, sollen zum Jahreswechsel in den Handel kommen. Hubs, die die höheren Transferraten beherrschen, dürften allerdings nicht von Mitte 2015 erscheinen.

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Typ-C-Stecker und -Buchsen dürften bei USB 3.1 häufig anzutreffen sein, sind aber keine Pflicht.

(Bild: Florian Müssig)

Bereits auf der Computex Anfang Juni hatten einige Mainboard-Hersteller angekündigt, Hauptplatinen mit Controller-Chips für USB 3.1 fertigen zu wollen. Erhältlich sind bis jetzt allerdings keine davon, und das dürfte auch noch eine Weile so bleiben: Selbst ASMedia, die in der SuperSpeed+-Chipentwicklung am Weitesten sind, haben auf den IDF-Stand nur ein FPGA-Entwicklerboard ausgestellt.

Die ersten echten Chips laufen laut ASMedia immerhin dieser Tage in Asien vom Band. Die Serienproduktion wird aber erst im Oktober starten – und das auch nur, wenn kein gravierender Bug im Design steckt, der den Zeitplan nach hinten wirft. Fertige Erweiterungskarten erwartet ASMedia ab Jahresende im Handel, Mainboards mit aufgelöteten USB-3.1-Zusatzchips etwas später. ASMedia hat übrigens gleich zwei Controller-Chips in der Mache: den ASM1142 mit zwei USB-3.1-Ports, mit dem auch die zur Computex angekündigten Mainboards bestückt werden sollen, sowie eine abgespeckte Variante mit nur einem USB-3.1-Port, die etwas später kommen soll.

Wie Genesys Logic gleich nebenan mitteilte, stecken die Ingenieure dort mitten in der Entwicklung von USB-3.1-Hub-Controllern. Fertige Hubs wird es frühestens Mitte 2015 geben, denn man müsse die Chips ja auch noch im wahren Leben testen. Dazu bräuchte man Host-Controller, so ein Entwickler, während er in Richtung ASMedia nickte (und wohl auch Endgeräte). Ein USB-IF-Vertreter ergänzte, dass man die Prüfungen zur offiziellen USB-3.1-Zertifizierung der verschiedenen Controller-Arten zwar bereits angedacht habe, jedoch ebenfalls auf Chips warten würde, um alles festzuklopfen.

Referenzplatine mit dem USB-3.1-auf-SATA-6G-Raid-Controller ASM1362R

(Bild: Florian Müssig)

Während die Host-Controller und Hubs noch auf sich warten lassen, sieht es bei der Peripherie schon besser aus. Die ersten Exemplare von Steckern und Buchsen im neuen Typ-C-Format sind da und ASMedia hat auch schon den RAID-Controller ASM1362R fertig. Am FPGA-Hostcontroller angeschlossen schaufelte er satte 800 MByte/s von einem SSD-Verbund; mit fertigen Host-Controllern soll fast 1 GByte/s drin sein. Zum Vergleich: USB 3.0 bleibt unter 500 MByte/s.

In Mainboard-Chipsätzen von AMD und Intel dürften USB-3.1-Controller nicht so bald auftauchen: Dem Vernehmen nach wird dies nicht vor 2017 der Fall sein – auf die Intel-Roadmap umgerechnet also frühestens mit der Prozessor-Generation nach Skylake beziehungsweise den Serie-100-Chipsätzen mit PCIe 3.0. (mue)