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IEEE-Standard 802.11i für Wireless LAN ratifiziert

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Das standardbildende Gremium der internationalen Ingenieursgemeinschaft IEEE (Institute of Electrical and Electronics Engineers, Standards Association) hat am gestrigen Freitag, 25. Juni, den Standard IEEE 802.11i für kabellose Netze ratifiziert. Er bringt vor allem neue Sicherheitsspezifikationen.

Die bereits lang erwartete Ergänzung 802.11i des WLAN-Standards 802.11 soll das bislang löchrige Verschlüsselungsverfahren WEP (Wired Equivalent Privacy) verbessern. Als Übergangslösung hatte die Wi-Fi-Alliance, eine Interessengemeinschaft von WLAN-Herstellern, bereits im Sommer letzten Jahres Teile von 802.11i unter der Bezeichnung WPA vorweggenommen. WPA sieht eine bessere Verschlüsselung durch das sogenannte Temporal Key Integrity Protocol (TKIP) vor, eine einfachere Einbindung durch Verwendung eines Pre-shared Key und die Möglichkeit, RADIUS-based 802.1X zur eindeutigen Identifikation von Benutzern zu verwenden.

Der nun ratifizierte Standard IEEE 802.11i umfasst alle Fähigkeiten von WPA und ergänzt diese durch die Vorschriften für die Verwendung des Advanced Encryption Standard (AES) zur Verschlüsselung von Daten. Der AES bietet genügend Sicherheit, um die notwendigen Spezifikationen des Federal Information Standards (FIPS) 140-2 einzuhalten, die von vielen staatlichen Stellen gefordert werden. Die Umsetzung des AES wird in vielen existierenden WLAN-Installationen neue Hardware-Komponenten für die Ver- und Entschlüsselung erforderlich machen. (pen)