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IEEE ratifiziert WLAN-Standard 802.11n

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Nach jahrelangem Tauziehen und etlichen Entwurfsspezifikationen hat das Standards Board der IEEE bei einer Sitzung in New Brunswick, N.J. (USA), 802.11n als offiziellen Standard für drahtlose Netzwerke unter der Bezeichnung "WLAN Enhancements for Higher Throughput" abgesegnet. Die Ratifizierung ist damit sechs Jahre nach der ersten Draft-Fixierung für den schnellen WLAN-Standard erfolgt. Seit 2003 hatte eine spezielle Task Group der IEEE an dem Substandard der 802.11-Spezifikation gearbeitet.

Die Verzögerungen führten dazu, dass die Wi-Fi Alliance, ein Interessenverband von WLAN-Geräteherstellern, bereits seit zwei Jahren Geräte zertifiziert hat, die nach der sogenannten Draft-N-Spezifikation funken. Neue Funktionen in dem jetzt verabschiedeten 802.11n-Standard will die Organisation mit zusätzlichen Tests überprüfen. Grundlegende Änderungen an dem seit 2007 bestehenden Testverfahren soll es nicht geben.

Während der Vorgängerstandard 802.11g Bruttodatenraten bis zu 54 MBit/s erlaubte, arbeiten aktuelle 802.11n-Geräte mit brutto bis zu 300 MBit/s, mit jüngsten Erweiterungen sogar mit 600 MBit/s. Der Unterschied beim praktisch erreichten Netto-Durchsatz ist immer noch erheblich: Den maximal 24 MBit/s bei 802.11g stehen netto 120 MBit/s bei 802.11n im 300-MBit/s-Modus gegenüber.

Der neue Standard setzt auf den gleichzeitigen Einsatz mehrerer Funkzüge, somit auch mehrerer Antennen in unterschiedlicher Abstrahlrichtung (MIMO), und auf eine Verdopplung der Funkkanal-Bandbreite von 20 MHZ auf 40 MHz. 11n-Chipsätze können sowohl für das 2,4- als auch das 5-GHz-Band ausgelegt sein. Der 1999 veröffentlichte Standard 802.11a arbeitet ausschließlich im 5-GHz-Band, die Varianten b und g nur im 2,4-GHz-Bereich. (akl)

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