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IETF will verstärkt patentierte Technologie nutzen

Das Standardisierungsgremium des Internet, die Internet Engineering Task Force (IETF), hat eine neue Arbeitsgruppe zum Thema "Intellectual Property Rights" gegründet. Diese soll sich vor allem mit den notwendigen Formalien bei der Einbeziehung von patentierten Technologien in IETF-Standards beschäftigen.

Über Jahre hinweg hat die IETF nomalerweise ihre Standards auf Technologien ausgerichtet, deren Einsatz nicht durch Patente eingeschränkt wurde. Diese ohnehin schon aufgeweichte Selbstbeschränkung soll jedoch fallen: "Obwohl das 'Tao' der IETF noch immer sehr stark auf unbelastete Technolgien ausgerichtet ist, können und werden wir auch Technologie nutzen, die verschiedene Einschränkungen mit sich bringt", heißt es schon im zweiten Satz der Aufgabenbeschreibung der neuen Arbeitsgruppe.

Zwar findet sich in der Standardisierungsrichtlinie RFC 2026 "The Internet Standards Process" bereits ein Kapitel zum Umgang mit geistigem Eigentum Dritter, doch dieses sorgte unter anderem durch ungenaue Formulierungen bei den IETF-Mitgliedern und -Mitarbeitern anscheinend für mehr Verwirrung als Klarheit. Folgerichtig steht eine Überarbeitung des RFC 2026 ganz oben auf der Aufgabenliste der neuen Arbeitsgruppe. (ju)

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