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IFA 2015: LG zeigt doppelseitiges Display

Ein Fernseher, der auf seiner Vorderseite ein anderes Bild zeigt als auf seiner Rückseite − damit ließe sich so mancher Streit um die Fernbedienung beziehungsweise ums laufende Fernsehprogramm im Keim ersticken.

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Kaufen kann man doppelseitige Flachbildfernseher zwar noch nicht, doch wie die schöne neue Fernsehwelt einmal aussehen könnte, zeigte LG auf der IFA 2015: Das elegant geschwungene, ultrahochauflösende LCD mit 111 Zoll (2,80 m Bilddiagonale) wurde aus mehreren 65-Zöllern zusammengesetzt und lässt sich auch als bildgebender Raumteiler nutzen. Interessant sind solche Displays mangels Platz allerdings weniger fürs Wohnzimmer, sondern vielmehr als Informationsdisplay für große Shops.

Technisch kann man sie entweder durch dicht aneinander gefügte LCDs realisieren, üblicher sind aber zwei LC-Panels, die sich im Rücken ein Backlight teilen – was zu deutlich schlankeren Geräten führt. Auf das geteilte Backlight hat sich auch die Firma Advanced Link Photonics spezialisiert, die ein beeindruckend dünnes Doppel-LCD auf der Displayweek gezeigt hatte.

In beiden Fällen ist es entscheidend, die Wärme zwischen den aneinanderklebenden Displays abzuleiten. Teilen sich die Geräte ein Backlight, liegt die Herausforderung zusätzlich in der gleichmäßig hellen Schirmausleuchtung auf Vorder- und Rückseite.

Etwas einfacher lassen sich dünne Doppel-Displays mit selbstleuchtenden OLEDs realisieren – die sind ohnehin dünn und brauchen kein Backlight. LG zeigte einen solchen Prototyp mit 55-Zoll-Diagonale und 5,3 Millimeter dünnem Schirm.

Leider waren die schicken Doppelbild-Displays nur im Anschluss an die Eröffnungs-Keynote des LG Displays-CEO Sang Beom Han am Freitag zu sehen. Am Stand in Halle 18 zeigt LG die interessanten Prototypen nicht, dafür aber jede Menge andere OLEDs und LCDs. (uk)