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IFA 2015: Panasonic steigt bei OLED-TVs ein

Vor einiger Zeit hat Panasonic die Plasmadisplays ad acta gelegt und bei TVs ausschließlich auf LCDs gesetzt. Damit soll jetzt Schluss sein: Der japanische Hersteller bringt zum Jahresende sein erstes OLED-TV in den Handel

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Panasonic stellt auf der IFA seinen ersten OLED-Fernseher vor: Der TX-65CZW954 zeigt 1,65 Meter in der Diagonale (65 Zoll), ist leicht gebogen (curved) und soll ab November erhältlich sein.

Schon vor zwei Jahren hatte Panasonic das Fachpublikum auf der CES mit einem großen OLED-Display überrascht, dessen organische Schicht im Druckverfahren entstanden sein soll. Dann wurde es wieder sehr ruhig um Panasonic und OLEDs. Beim aktuellen Gerät ist zwar keine Rede mehr von gedruckten Schichten, der Bildqualität tut das aber keinen Abbruch.

Panasonic OLED-TVs (5 Bilder)

Das 65-zöllige OLED-TV überzeugt mit enormen Kontrasten, spiegelt aber ein bisschen.
(Bild: Ulrike Kuhlmann)

So ist das OLED-TV ab Werk isf-vorkalibriert (Image Science Foundation) und gemäß dem Kinostandard THX zertifiziert – laut Hersteller als erstes 4K-OLED-TV weltweit. Insgesamt wagt Panasonic den Vergleich zu Plasmadisplays: So erreiche der OLED-Fernseher "ein noch tieferes Schwarz als die legendären VIERA Plasma TVs ohne jegliches Bildrauschen".

Wie einige andere Panasonic-Displays beherrscht auch der OLED-Fernseher die Annahme und Weitergabe von TV-Signalen übers (W)LAN. Dabei kann er nicht nur DVB-S durchreichen, sondern auch Kabel- und DVB-T-Signale. Da das Display bereits einen HEVC/H.265-Decoder besitzt, soll er auch die hierzulande ab Mitte 2016 anlaufenden DVB-T2-HD-Sender empfangen können. Wer TV aufzeichnen und zugleich ein anderes verschlüsseltes Programm schauen möchte, benötigt zwei Tuner mit je einem CI-Slot – beides bringt der OLED-Fernseher mit.

Im Innern des 65CZW954 arbeitet ein Quad-Core-Prozessor, man kann das TV per Sprache steuern, ein 60-Watt-Surroundsystem mit Dolby Digital Plus soll für satten Klang sorgen. Außerdem ist der OLED-Fernseher 3D-fähig, man braucht lediglich passive 3D-Polfilter-Brillen, wie es sie in vielen Kinos gibt.

Angesichts der recht beeindruckenden Ausstattung und der offensichtlichen Ausrichtung auf anspruchsvolle Videoenthusiasten dürfte der TX-65CZW954 nicht ganz billig sein. Einen Preis nannte der japanische Hersteller aber noch nicht.

Nach LG ist Panasonic erst der zweite Hersteller, der hierzulande OLED-Fernseher verkaufen will. Samsung hat sich erstmal aus dem Geschäft mit großen OLEDs zurückgezogen und setzt stattdessen auf LCD-TVs mit Quantenpunkten. Wesentliche Vorteile der organischen Displays gegenüber LCDs sind ihre Blickwinkelunabhängigkeit und ihr sattes Schwarz. Der große Nachteil: OLED-TVs sind teuer. (uk)