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IFA: MiniDisc im Camcorder

Sony stellte einen Camcorder vor, der auf einer MiniDisc aufzeichnet. Dabei handelt es sich jedoch nicht um das für die Audio-Aufzeichnung gebräuchliche Medium, sondern um die MiniDisc 2, ein MO-Medium mit gleichen Abmessungen, das aber mit einem roten Laser (650 nm) arbeitet und dadurch die bisherige Kapazität auf 650 MB vervierfacht.

Aufgezeichnet wird mit MPEG-2-Kompression und einer Datenrate von 8 Mbit/s. Der Mini-Camcorder hat eine Größe, die etwa der von zwei nebeneinandergestellten Zigarettenschachteln entspricht, vergleichbar also mit sehr kleinen DV-Camcordern, ist aber etwas flacher und bietet eine Videoqualität, die zwar nicht an die der DV-Aufzeichnung heranreicht, die aber durchaus mit Hi8 konkurrieren kann. Die Video-MiniDisc bietet Platz für knapp 20 Minuten Video, das auf dem ausklappbaren LCD-Display wiedergegeben werden kann.

Darüber hinaus bietet der Camcorder auch Editierfunktionen. Dazu wird kein zusätzliches Gerät benötigt. Im Editiermodus wird das jeweils erste Bild der aufgenommenen Szenen auf dem Display als sogenanntes "Thumbnail", also als daumennagelgroßes Bild, wiedergeben. Die Szenen können sodann "getrimmt" und nach Wunsch neu zusammengestellt werden. Da es sich um ein Disc-basierendes System handelt, müssen die Sequenzen dabei nicht umkopiert werden, sondern es werden nur neue Zeiger für den Zugriff gesetzt. Die Funktionalität ist etwa vergleichbar mit der von Audio-MiniDisc-Rekordern beim Audio-Editing. (Bernd Steinbrink) (Bernd Steinbrink) / (cp)

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