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IG Metall: 560 Kündigungen wegen Werksschließung bei Infineon

Der Chipkonzern Infineon wird wegen der bevorstehenden Schließung des Stammwerks München-Perlach laut Gewerkschaft in den nächsten Tagen 560 betriebsbedingte Kündigungen verschicken. "Die Perspektiven für die Betroffenen sind in dem derzeitigen Umfeld natürlich schlecht", sagte Michael Leppek von der IG Metall gegenüber dpa. Den Mitarbeitern wird zum 1. April 2007 gekündigt. Im Anschluss können sie für ein Jahr in eine Beschäftigungsgesellschaft wechseln.

Die Produktion im Werk München-Perlach mit 800 Beschäftigten wird Ende März 2007 endgültig heruntergefahren. 200 Mitarbeiter – und damit mehr als ursprünglich angekündigt – werden zum Beispiel über Altersteilzeit im Unternehmen weiterhin beschäftigt, 55 haben laut Gewerkschaft einen Aufhebungsvertrag unterschrieben. Ein Infineon-Sprecher sagte dagegen, mit 330 Beschäftigten seien Aufhebungsverträge abgeschlossen worden. Kündigungen seien noch nicht ausgesprochen.

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In dem Werk in München-Perlach werden auf veralteten Anlagen Logik-Chips für die Telekommunikation produziert. Im Oktober vergangenen Jahres erstreikte die IG Metall einen Sozialtarifvertrag, der höhere Abfindungen und die Beschäftigungsgesellschaft vorsieht. Ein Verkauf des Werks an X-Fab scheiterte im September vergangenen Jahres: Es habe sich herausgestellt, dass es keine langfristige Perspektive gibt, Perlach "wirtschaftlich erfolgreich zu führen und damit auch die Arbeitsplätze zu erhalten". (dpa) / (dpa) / (jk)

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