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IG Metall: Erstmals seit fünf Jahren Reallohnzuwachs für ITK-Branche

In Deutschlands Informations- und Kommunikationstechnikbranche hat es laut einer Gewerkschaftsstudie 2013 erstmals seit fünf Jahren wieder einen Reallohnzuwachs gegeben.

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Erstmals seit fünf Jahren hat es in Deutschlands Informations- und Kommunikationstechnikbranche wieder eine Steigerung der bezahlten Gehälter gegeben. Das belegt eine Analyse der IG Metall, die der Nachrichtenagentur dpa in Hannover am Sonntag zur Eröffnung der weltgrößten Computermesse CeBIT vorlag. Demnach stiegen die Jahresgehälter in der ITK-Branche vergangenes Jahr durchschnittlich um 3,3 Prozent. Die Preise für das tägliche Leben zogen 2013 dagegen nur um 1,5 Prozent an. Damit hatten die ITK-Beschäftigten auch real mehr in der Tasche. Das Plus liege erstmals seit fünf Jahren über der Inflationsrate, besagt die Studie.

In tarifgebundenen Betrieben kletterten die Entgelte den Angaben zufolge 2013 im Schnitt sogar um vier Prozent. Nicht-tarifgebundene Firmen hoben die Festgehälter durchschnittlich um 2,4 Prozent an.

"Die neuen Tarifabschlüsse in der Branche und in der Metall- und Elektroindustrie hatten eine Sogwirkung für die gesamte ITK-Branche", ließ IG-Metall-Vorstandsmitglied Christiane Benner erklären. Die Gewerkschaft ist nach eigenen Angaben für gut 300.000 Beschäftigte in der ITK-Branche zuständig, in der der Einfluss der Gewerkschaften jedoch deutlich niedriger als etwa in der Metallindustrie ist. Benner warnte, dass die gute Entwicklung beim Verdienst nicht über die großen Herausforderungen in der Branche hinwegtäuschen dürfe. Technologische Entwicklungen, neue Produkte und Dienstleistungen veränderten die Märkte radikal. Nicht selten münde das in Sparbemühungen, Druck auf die Beschäftigten oder Jobabbau. (se)