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IG Metall erwartet Kündigungen bei Infineon

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Die Siemens-Tochter Infineon bereitet nach Ansicht der Gewerkschaft IG Metall betriebsbedingte Kündigungen vor. Diese sollen im Rahmen des geplanten Stellenabbaus durchgeführt werden. Die Gewerkschaft begründet ihre Aussage damit, dass sie sowohl über Kündigungslisten als auch über Listen informiert wurde, in denen Mitarbeiter aufgeführt werden, die von Kündigungen auszunehmen sind. Ein Infineon-Sprecher verwies auf Nachfrage der Nachrichtenagentur dpa lediglich auf laufende Gespräche mit Arbeitnehmervertretern.

Damit steht wieder einmal das Dresdner Infineon-Werk im Mittelpunkt der Öffentlichkeit. Zuvor hatte Ministerpräsident Kurt Biedenkopf (CDU) mit der EU-Kommission über die Subventionen des Werks gefeilscht. Die Brüsseler Kommission hegte Zweifel daran, ob die gezahlten Beihilfen überhaupt rechtmäßig seien. Bereits im Vorfeld versuchte Bundesforschungsministerin Edelgard Bulmahn, den Eindruck zu zerstreuen, die deutsche Chip-Industrie hänge am Subventionstropf. (daa)