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IHK Rostock fordert digitale Kommunikation mit Finanzbehörden

Die Forderung digitaler Kommunikation erscheint ungewöhnlich und aus der Zeit gefallen. Doch die IHK Rostock sieht sich veranlasst, den Finanzbehörden in Mecklenburg-Vorpommern in diesem Punkt Dampf zu machen.

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Die Industrie- und Handelskammer zu Rostock hat die mangelhafte digital gestützte Kommunikation zwischen Finanzbehörden und Steuerberatern als unbefriedigend bezeichnet. "E-Mail-Verkehr ist heute zwischen Geschäftspartnern völlig normal, aber nicht zwischen dem Finanzamt und den Steuerberatern", sagte Anja Schneider, IHK-Fachbereichsleiterin für Recht, Steuern und Handelsregisterwesen der Deutschen Presse-Agentur. Sie nannte als Beispiel den häufigen Kontakt zu den Veranlagungsstellen in den Ämtern, bei denen die Unterlagen nicht per Mail ausgetauscht werden können.

Der Grund dafür sei, dass es die Behörden in Mecklenburg-Vorpommern offensichtlich nicht schaffen, die Datensicherheit zu gewährleisten. Dabei gebe es bundesweit schon Lösungen. So habe Bayern eine sogenannte Containerlösung entwickelt, bei der ein Steuerberater die Unterlagen einstellen kann und die nur vom Finanzamt abgerufen werden können. "Das Rad muss also nicht neu erfunden werden", betonte Schneider. Zudem zeige sich, dass bei Betriebsprüfungen die elektronische Kommunikation durchaus möglich ist und sich mittlerweile auch bewährt hat.

Ein weiteres Ärgernis sei, dass die Finanzämter immer sehr schnell seien, wenn Geld von Unternehmen in Richtung Amt fließen soll. "Wenn aber ein Unternehmer ein Guthaben etwa nach der Umsatzsteuer-Voranmeldung hat, vergehen oft bis zu 14 Tagen, bis die entsprechenden Belege vom Finanzamt auch nur angefordert werden", kritisierte die Expertin. Da das alles per Post vonstattengeht, vergeht "irre viel Zeit", bis das Geld da ist. "Und das nimmt Liquidität." (dpa) / (hos)

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