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IPv4-Dämmerung: Telekom testet IPv6-only-Kommunikation im Mobilfunk

Die technischen Voraussetzungen für den alleinigen Betrieb mit IPv6 gibt es zwar, nun wird aber deren Einsatz in einem öffentlichen Mobilfunknetz absehbar.

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IPv4-Dämmerung: Telekom testet IPv6-only-Kommunikation im Mobilfunk

Noch gibt es weltweit eine Vielzahl an Servern, die nur per IPv4 erreichbar sind. Dennoch erprobt die Deutsche Telekom nun, wie gut sich zumindest Mobilfunkgeräte allein per IPv6 ans Internet ankoppeln lassen. Das kündigte das Unternehmen kürzlich im hauseigenen Forum an. Nun sucht es per Twitter-Meldung auch jenseits von Forumsteilnehmern nach Testpersonen. Der IPv6-only-Test ist nicht-öffentlich und setzt Smartphones und Tablets mit Android ab Version 7 voraus.

Wer Server anspricht, die per IPv6 erreichbar sind, dürfte im IPv6-only-Betrieb keine Unterschiede feststellen. Schon jetzt ziehen alle modernen Betriebssysteme IPv6 gegenüber IPv4 vor, wenn ein Ziel über beide Protokolle erreichbar ist. Und die Telekom setzt IPv6 in ihrem Mobilfunknetz bereits seit August 2015 im Dual-Stack-Modus ein, also parallel zu IPv4.

Um bei einer reinen IPv6-Anbindung auch solche Server ansprechen zu können, die den Sprung zum modernen IPv6 bisher nicht gemacht haben, lassen sich die Übersetzungsprotokolle NAT64 und DNS64 nutzen. Der Test der Deutschen Telekom dürfte sich daher hauptsächlich um die Praxistauglichkeit der entsprechenden Implementierungen drehen. Weitere Einzelheiten zum IPv6-Test hat die Telekom in diesem Dokument veröffentlicht. Die allgemeinen Teilnahmebedingungen an Labortests sind hier einsehbar. Vodafone will IPv6 im Mobilfunknetz "bis Ende des Jahres ausrollen". (dz)

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