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ISC'10: Intel Larrabee ist da

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Auf der Coprozessorkarte Knights Ferry sitzt ein Aubrey-Isle-Chip

Intels Grafikprozessor Larrabee sei tot, so heißt es allgemein – aber das gilt nur für Grafikkarten. Für den High-Perfomance-Computing-(HPC-)Bereich ist Larrabee hingegen sehr lebendig, nur jetzt unter neuem Namen. Wie Intels Serverchef Kirk Skaugen auf seiner Eröffnungsrede zur internationen Supercomputer-Konferenz ISC'10 in Hamburg mitteilte, segelt er jetzt unter der Flagge "Intel Many Integrated Core Architecture", kurz MIC. So ganz tot ist der Name Larrabee bei den Mitarbeitern indes nicht, in der Roadmap über kommende Veröffentlichungen und Vorträge tauchte er noch häufig auf – auch als Kürzel LRB.

Die jetzt fertiggestellte, erste 32-nm-Version mit 32 Kernen, 8 MByte gemeinsamem Cache und 1,2 GHz Takt trägt den Code-Namen Aubrey Isle. Wie der Ur-Larrabee arbeiten die Kerne mit vierfachem Hyper-Threading, also mit 128 Threads, und sie besitzen die 512 Bit breite Vektoreinheit VPU. Stolz hielt Skaugen nicht nur den Wafer mit den Aubrey-Inseln hoch, sondern auch die für Entwickler gedachte Koprozessorkarte namens Knights Ferry. Bestückt mit 1 oder 2 GByte GDDR5-SDRAM wird sie an ausgewählte Entwickler bereits jetzt ausgeliefert.

Das Forschungszentrum CERN gehört zu den ersten Glücklichen, das gab als Gastredner CERNS Cheftechnologe Sverre Jarp bekannt. Dort habe habe man die Karte und die dafür angepasste CERN-Software schon mit vielversprechendem Erfolg getestet. Erste Benchmarkergebnisse gab es auch – allerdings nur in einfacher Genauigkeit. Für den wesentlichen Teil des Linpack-Benchmarks, LU, trieb Skaugen den Wert effektvoll auf 517 GFlops hoch, die GPU-Konkurrenz soll in diesem Wettbewerb bei 360 GFlops liegen. Die erste, in 22 nm gefertigte Serienversion soll dann mehr als 50 Kerne enthalten und unter Knights Corner ins Rennen gehen. (as)