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ISS-Computer arbeiten wieder

Nach tagelangen massiven Problemen ist es der Besatzung der Internationalen Raumstation ISS gelungen, die zentralen Computer im russischen Teil der Station wieder komplett in Betrieb zu nehmen. Alle drei redundanten Systeme und die zugehörigen Terminalrechner sind wieder funktionstüchtig. Derzeit sind jeweils zwei der Systeme in Betrieb, ein weiteres könnte im Bedarfsfall hochgefahren werden.

Für den frühen Abend des heutigen Montags ist ein Testlauf der Lagekontrolle geplant, bei dem die Triebwerke der Station probeweise computergesteuert gezündet werden sollen. Wenn der Test erfolgreich verläuft, soll die Raumfähre Atlantis wie geplant abdocken. Anderenfalls könnte sie noch einen weiteren Tag an der ISS verbleiben, um die Lagekontrolle durch ihre Bordsysteme sicherzustellen. Danach soll die Raumfähre aber auf jeden Fall zur Erde zurückkehren, da die Mission wegen eines mittlerweile behobenen Problems mit dem Hitzeschild bereits um zwei Tage verlängert werden musste.

Als Ursache des Ausfalls haben die Ingenieure eine Überspannung im Bordnetz durch eine statische Entladung bei der Inbetriebnahme der neuen Sonnensegel ausgemacht. Diese beschädigte die Stromversorgungsmodule. Die russische Raumfahrtbehörde hat eingeräumt, dass die Computer ungenügend gegen statische Entladungen geschützt waren. Mit einer russischen Versorgungslieferung soll in wenigen Wochen Ersatz für die ausgefallenen Komponenten auf die Raumstation gebracht werden, sodass die Besatzung die Systeme nachrüsten kann. (uma)

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