ISS-Raumfahrer: Rekord-Astronauten von NASA und ESA zurück auf der Erde

Drei Raumfahrer sind am Donnerstag sicher von der ISS zurückgekehrt und in Kasachstan gelandet. Sie haben im All gleich mehrere Rekorde gebrochen.

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Zwei Ortsansässige erreichen den Landungsort

(Bild: NASA/Bill Ingalls)

Von
  • Martin Holland

Die US-Astronautin Christina Koch ist nach dem bisher längsten Weltraumflug einer Frau von der ISS sicher auf die Erde zurückgekehrt. Gemeinsam mit dem ESA-Astronauten Luca Parmitano und dem russischen Kosmonauten Alexander Skworzow landete Koch am Donnerstag in der kasachischen Steppe nahe der Stadt Schesqasgha. Das teilte die US-Weltraumagentur NASA mit. Koch war am 14. März 2019 gestartet und hat danach mit 328 Tagen den zweitlängsten Raumflug eines US-Astronauten überhaupt absolviert. Parmitano und Skworzow waren im Juli zur ISS geflogen. Für den Italiener war es der zweite Flug und mit seinen insgesamt 367 Tagen war er insgesamt länger im All als jeder andere ESA-Astronaut.

Wie die Europäische Weltraumagentur erklärte, soll Parmitano nun direkt nach Köln geflogen werden, wo er medizinisch überwacht werden soll. Hinter ihm liegt nun seine Mission "Beyond", in deren Verlauf er als überhaupt erst dritter Europäer zwischenzeitlich auch das Kommando über die Internationale Raumstation übernommen hat. Er absolvierte unter anderem vier Weltraumspaziergänge und hält auch da mit insgesamt mehr als 33 Stunden den Rekord unter ESA-Raumfahrern. Insgesamt habe er sich um 50 europäische und 200 internationale Experimente gekümmert, teilte die ESA noch mit. Außerdem legte er als erster DJ aus dem Weltraum auf.

DJ AstroLuca

Christina Koch hat während ihres Aufenthalts auf der ISS unter anderem die von der NASA angestrebte Rückkehr zum Mond unterstützt, erklärt die US-Weltraumagentur. Auf ihrem Rekordflug hat sie demnach insgesamt 5248 Mal die Erde umrundet und dabei rund 224 Millionen Kilometer zurückgelegt. Sie absolvierte sechs Weltraumspaziergänge, darunter auch gleich die drei ersten von einem reinen Frauenteam. Insgesamt war sie laut NASA mehr als 42 Stunden außerhalb der Station. (mho)