IT-Arbeitsplätze: massiver Stellenabbau in den USA

An die 100.000 Beschäftigte in der US-amerikanischen IT-Branche haben laut einer US-Studie im vergangenen Jahr ihren Arbeitsplatz verloren. Gründe dafür liegen in Umstrukturierungen und im verstärkten Einsatz von Cloud-Servern.

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In den USA haben die Beschäftigen in der Computer-, Elektronik- und Telekommunikationsbranche im letzten Jahr einen um rund 20 Prozent höheren Stellenabbau im Vergleich zum Vorjahr hinnehmen müssen. Gründe für den Stellenabbau sieht das Outplacement-Unternehmen Challenger, Gray & Christmas unter anderem in Umstrukturierungen.

So hat laut der Studie die 2015 erfolgte Übernahme des Speicherspezialisten EMC seitens Dell Technologies im vorigen Jahr zu einer Reihe von Entlassungen bei EMC und VMware geführt. Das bestätigt eine Prognose der Finanzagentur Bloomberg, die einen deutlichen Stellenabbau zum Jahresende 2016 voraussagte. Andere Gründe für ein Downsizing sieht Challenger unter anderem darin, dass Firmen zunehmend Server in der Cloud nutzen, was Auswirkungen auf Hardware-Hersteller habe. So gab es der Studie zufolge rund 12.000 Entlassungen bei Intel. Den prozentmäßig größten Jobabbau musste allerdings der Telekommunikationssektor hinnehmen, auf dem 2016 über 20.000 Menschen arbeitslos wurden. Im Vorjahr waren es noch knapp 5000.

Einen baldigen Rückgang des Stellenabbaus sieht Challenger nicht. Eine besondere Herausforderung für die betroffenen Firmen sei es, angesichts der erschwerten Bedingungen, ein H-1B-Visum für eine begrenzte Arbeitserlaubnis in den USA zu erlangen, genügend qualifizierte Arbeitskräfte zu bekommen. 2015 wurden 70 Prozent der H-1B-Visa für technische Arbeitskräfte wie Programmierer und Ingenieure aus Indien ausgestellt. Laut der unabhängigen Denkfabrik Brookings Institution waren in dem Jahr 27.000 Arbeitskräfte mit einem H-1B-Visum im Silicon Valley beschäftigt.

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(ka)