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IT-Branche bekräftigt Wachstumserwartung 2007

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In der deutschen IT-Branche festigt sich der Optimismus. Rund 78 Prozent der Unternehmen rechnen in diesem Jahr mit höheren Umsätzen, wie der Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien (Bitkom) heute nach einer neuen Befragung mitteilte. Jede fünfte Firma hoffe sogar auf Zuwächse im zweistelligen Prozentbereich. Der Verband bekräftigte daher seine anlässlich der CeBIT ausgegebene Wachstumsprognose 2007 von zwei Prozent auf 149,1 Milliarden Euro. Rund 55 Prozent der Firmen planen demnach Einstellungen. Da zugleich einige Großunternehmen Personal abbauen, zeichne sich eine stabile Beschäftigtenzahl von 800.000 ab.

Der harte Konkurrenzkampf sorge weiterhin für hohen Preisdruck, von dem Kunden vor allem bei Mobilfunkdiensten profitieren könnten, sagte Bitkom-Präsident Willi Berchtold in Berlin. Große strategische Chancen für deutsche Anbieter gebe es generell bei eingebetteten IT- Komponenten etwa in Quarzuhren oder Herzschrittmachern.

Der Bitkom sieht die Hightech-Branche in sehr guter Stimmung.

54 Prozent der Unternehmen haben laut Bitkom angegeben, dass der Fachkräftemangel ihre Geschäftstätigkeit beeinträchtigt. Derzeit gebe es nach wie vor 20.000 offene Stellen. Nötig sei daher eine erleichterte Zuwanderung ausländischer Spezialisten. "In der gesteuerten und gezielten Zuwanderung von jungen, gut qualifizierten Spezialisten liegt heute – sieben Jahre nach der Green Card – ein unverzichtbarer Ansatz, das Fachkräfteproblem zu lindern", so Berchtold. Der im März von der Bundesregierung beschlossene Kompromiss diene jedoch eher der Zuwanderungsverhinderung, nicht ihrer Steuerung. (anw)