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IT-Branche fordert steuerliche Förderung von Computer-Kauf

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Für den Ausbau der Computer- und Internet-Kompetenz in Deutschland der Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und Neue Medien (BITKOM) deutliche Zeichen der Regierung gefordert. So sollte etwa der Kauf von Schüler-PCs von der Bundesregierung steuerlich gefördert werden, schlug der Branchenverband vor. Außerdem müsse es Firmen ermöglicht werden, ihre Mitarbeiter zu Hause mit Computern auszustatten, ohne dass dafür wie bisher ein geldwerter Vorteil versteuert werden muss. "Damit würde die Bundesregierung ein wichtiges Zeichen setzen", sagte BITKOM-Vizepräsident Willi Berchtold.

Die steuerliche Vergünstigung beim Firmenkauf von Home-PCs für ihre Mitarbeiter könnte nach Aussage von Berchtold die Verbreitungsrate von PCs in Haushalten von derzeit bundesweit 34 Prozent auf US-Niveau von 65 Prozent verbessern. "Das würde die IT- Kompetenz hier zu Lande verstärken und uns damit auf dem Weg in die Informationsgesellschaft voranbringen." In Schweden habe ein entsprechendes staatliches Programm zu einer "explosionsartigen Verbreitung von PCs geführt".

Sinnvoll sei auch die steuerliche Förderung beim Kauf von Laptops, die Schüler sowohl zu Hause als auch mit dem Schulsystem vernetzt benutzen könnten. "Für die öffentlichen Haushalte wäre das insofern ein Nullsummenspiel, als sie für die Ausstattung in der Schule entsprechend weniger zahlen müssten", meinte Berchtold.

Zur Entwicklung der IT-Branchen in Deutschland meinte Berchtold: "Wir beurteilen die Zukunft optimistisch, sehen aber durchaus auch Wolken am Horizont." Das habe mit der nachlassenden Konjunktur in den USA als dem weltgrößten Markt zu tun. Die Entwicklung des Euro, der den Export in Deutschland mit beeinflusst, müsse man ebenfalls betrachten. Schließlich habe die Entwicklung an den Finanzmärkten Einfluss auf die Kapitalbeschaffung vor allem von Startups. "Der Markt insgesamt wird in diesem Jahr wahrscheinlich nicht mehr zweistellig wachsen, aber sicher hoch einstellig und damit gesamtwirtschaftlich immer noch eine Menge Zugkraft entwickeln", ist sich Berchtold sicher. (dpa) / (jk)