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IT-Gipfel: Arbeitsgemeinschaft De-Mail gegründet

Es geht nicht gut voran mit der De-Mail in Deutschland. Nun soll eine neue Initiative von Anbietern und Innenministerium für breitere Nutzung des Digitalbriefsystems sorgen.

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(Bild: dpa, Jochen Lübke)

Das Bundesinnenministerium hat auf dem 8. IT-Gipfel mit den De-Mail-Anbietern eine "Arbeitsgemeinschaft De-Mail" gegründet, die die Verbreitung von De-Mail fördern soll. Innenminister Thomas de Maizière (CDU) kündigte an, dass bis Ende 2015 weit über 200 Bundesbehörden per De-Mail erreicht werden können.

Bislang bleibt die Nachfrage der Verbraucher eher verhalten.

(Bild: dpa, Jochen Lübke)

Die neue Arbeitsgemeinschaft soll firmenneutral über die Vorzüge der De-Mail informieren. Zusammen haben die Deutsche Telekom, United Internet (Web.de, GMX, 1&1) sowie Mentana-Claimsoft (Francotyp-Postalia Gruppe) bislang eine Million registrierte Kunden mit einer De-Mail-Adresse, heißt es in der Pressemitteilung. Mehrere Hunderttausend der Privatkunden haben sich demnach auch bereits für De-Mail mit Personalausweis identifiziert.

Der Mitteilung zufolge hat die Deutsche Telekom bislang 2000 Städte und Gemeinden für das Digitalbriefsystem gewonnen, jeden Monat sollen 200 dazu kommen. Ferner sollen inzwischen ein Drittel der deutschen Großunternehmen und sowie zehntausende mittelständische Firmen inzwischen De-Mail-Verträge gezeichnet haben.

Insgesamt wird diese Form der authentifizierten Mail-Übertragung jedoch noch sehr wenig genutzt. Die Frage nach Visitenkarten mit einer De-Mail-Adresse sorgte selbst auf dem so IT-affinen Gipfel für befremdetes Kopfschütteln. Doch das soll sich grundlegend ändern. "Die Offensive der Bundesbehörden wird entscheidend dazu beitragen, dass bereits in wenigen Jahren Millionen Bundesbürger und Zehntausende Unternehmen den Kommunikationskanal nutzen werden", verspricht die gemeinsame Stellungnahme des Bundesinnenministeriums und der De-Mail-Anbieter. (axk)