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IT-Prüfungen im zweiten Anlauf ohne Pannen

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Die Wiederholung der IHK-Abschlussprüfung in den IT-Berufen verlief gestern ohne Pannen. Dies bestätigte heute Andreas Bähre von der Kölner IHK-Zentralstelle für Prüfungsaufgaben (ZPA). "Sowohl was den Aspekt der Geheimhaltung betrifft als auch bei der Durchführung der Prüfungen war alles im grünen Bereich" so Bähre weiter. Der Ersatztermin für 7000 Prüflinge war nötig geworden, nachdem Prüfungsinhalte vorab im Internet gestanden hatten. Auch nach der gestrigen Prüfung gab es vereinzelte Gerüchte über Probleme. So hieß es, Im Bezirk der Kammer Marburg sei die Prüfung wieder abgebrochen worden. Dies konnte Hannelore Bender, bei der IHK Marburg zuständig für das Prüfungswesen, jedoch nicht bestätigen. "Hier ist alles klargegangen", sagte sie gegenüber heise online.

"Es gefällt niemandem, wenn er zum zweiten Mal zu einer Prüfung antreten muss" so Bähre. Er habe volles Verständnis für den Unmut der betroffenen Auszubildenden, hält Kritik an den Ersatzfragen jedoch für unbegründet. "Es gibt nach jeder Prüfung immer Einzelne, die alles zu schwierig fanden". Die zentrale IHK-Prüfung werde von einem bundesweit besetzten und berufenen Fachausschuß aus einem ständig aktualisierten Pool von Fragen entwickelt. Das sei auch bei der gestrigen Ersatzprüfung der Fall gewesen. Er betonte, dass es sich bei den neuen Fragen keinesfalls um "den Abfall aus dem Papierkorb" gehandelt habe.

Bei der ZPA hatte man die einschlägigen Web-Sites genau beobachtet, aber "nichts Außergewöhnliches finden können". Er gehe davon aus, dass diesmal keine "heißen Informationen" vorab verbreitet worden seien. Die angekündigte Strafanzeige gegen Unbekannt hat die ZPA bei der Staatsanwaltschaft Köln eingereicht. Es wird dort zurzeit geprüft, inwieweit es sich um einen strafbaren Tatbestand handelt. Mit einer Entscheidung des Leitenden Staatsanwalts rechnet Bähre in der kommenden Woche. (dwi)