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IT-Spezialisten sind immer noch Mangelware

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Der Bedarf an Fachpersonal ist in der IT-Branche weiter hoch. Über 15.000 offene Stellenangebote gab es im ersten Halbjahr 2007 im IT-Bereich, berichtet die Computerwoche (CW) unter Berufung auf eine Analyse des Personaldienstleisters Adecco, für die Jobangebote in zahlreichen Tageszeitungen und der CW ausgewertet wurden. Insgesamt 15.612 zu besetzende IT-Jobs verzeichnet Adecco für die ersten sechs Monate des Jahres. Das ist ein deutlicher Anstieg gegenüber dem Vergleichszeitraum des vergangenen Jahres, als 12.890 offene Stellen gelistet waren. Der Studie zufolge bestätige sich zudem der Trend zu weniger Teilzeitjobs, die nur noch 0,7 Prozent aller Angebote ausmachen. Die meisten Angebote (3.100, rund ein Fünftel) kamen aus Bayern, gefolgt von Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen mit einem Anteil von 15 und 12 Prozent.

Gesucht werden weiterhin vor allem Anwendungsentwickler. Allein 3.535 Stellenangebote beziehen sich auf diesen Bereich, etwa 20 Prozent mehr als im Vorjahr. Auch Internet-Spezialisten werden verstärkt gesucht (von 447 Angeboten auf 661), ebenso Datenbank- sowie System- und Netzwerkspezialisten. Weniger nachgefragt sind unterdessen Vertriebsmitarbeiter; die Angebote für diesen Bereich sind auf 1.286 zurückgegangen. Die meisten Angebote (4.714) kamen dabei aus den Softwarehäusern und dem Bereich der IT-Beratung. Am stärksten gestiegen ist der Bedarf den Angaben zufolge im Maschinen- und Fahrzeugbau. Dort wuchs die Zahl der Angebote von 1.682 auf 2.455. Auch die übrigen Branchen auf dem IT-Arbeitsmarkt wie der Öffentliche Dienst, die Elektronik- und Elektrotechnik sowie die Finanzdienstleister verzeichnen demnach einen Aufschwung.

Besonders betroffen vom Fachkräftemangel sind nach Angaben des Branchenverbandes Bitkom die Mittelständler. Mehr als die Hälfte der mittelständischen Hightech-Firmen findet nach Verbandsangaben nicht genug Spezialisten: Laut einer Studie sehen 60 Prozent der Unternehmen bis zu 250 Mitarbeitern im Fachkräftemangel ein großes Problem. "Viele Mittelständler in der Branche können qualifizierte Stellen gar nicht besetzen oder nur mit großer Verspätung", sagt Bitkom-Vizepräsident Heinz Paul Bonn. "Das ist eine klare Wachstumsbremse." Nach Bitkom-Zalen gebe es bundesweit sogar rund 20.000 offene Stellen in der IT- und Telekommunikationsbranche. Es fehlen vor allem Softwareentwickler, Projektmanager und IT-Berater mit Hochschulabschluss. Der Verband hat für die betroffenen Mittelständler nun einen Leitfaden verfasst, wie Unternehmen dem Fachkräftemangel effektiv gegensteuern können. (vbr)