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ITU: 3,2 Milliarden Menschen sind online

Zum Ende dieses Jahres haben voraussichtlich 46 Prozent der Weltbevölkerung Zugang zum Internet, sagt die Internationale Fernmeldeunion.

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ITU: 3,2 Milliarden Menschen sind online

Prozentanteile der Haushalte mit Internetanschluss nach Region. In den am geringsten entwickelten Ländern beträgt der Anteil nur 6,7 Prozent.

(Bild: ITU)

Auf der Welt sind nun 3,2 Milliarden Menschen online, hat die Internationale Fernmeldunion (ITU) ermittelt. Damit hätten 43,4 Prozent der Menschen einen Internetzugang, geht aus dem jüngsten Information Society Report der UN-Organisation hervor. Zum Ende dieses Jahres würden voraussichtlich 46 Prozent der Haushalte weltweit über einen eigenen Internetanschluss verfügen. Voriges Jahr waren es noch 44 Prozent, vor fünf Jahren 30 Prozent.

Für 2020 geht die ITU davon aus, dass 53 Prozent der Menschen online sein werden. Allerdings gebe es für die Entwicklungsländer und insbesondere für die am wenigsten entwickelten Länder starken Nachholbedarf. Letztere werden – nach dem derzeitigen Trend – in fünf Jahren nur 16 Prozent ihrer Bevölkerung Internet bieten.

Weltweit gibt es 7,1 Milliarden Mobilfunkanschlüsse. Mit mindestens einem 2G-Mobilfunknetz werde 95 Prozent der Weltbevölkerung abgedeckt, geht aus dem Bericht weiter hervor. Der Netzwerkausrüster Ericsson hatte jüngst gemeldet, weltweit gebe es 7,4 Milliarden mobile Anschlüsse. Laut ITU gebe es 350 Millionen Menschen, die abseits jedes Mobilfunks leben. 89 Prozent der Menschen, die in Städten Leben, sind in Reichweite eines 3G-Mobilfunkanschlusses, während lediglich 29 Prozent der 3,4 Milliarden Menschen auf dem Land so abgedeckt werden.

Im "ICT Development Index" (IDI) der 167 Länder, die der ITU angeschlossen sind, hat sich Deutschland vom 17. Platz im Jahr 2010 nun auf Platz 14 vorgeschoben. Der IDI berücksichtigt nicht nur die Verfügbarkeit von Festnetz und Mobilfunk, sondern auch Nutzungsintensität und Fähigkeiten der Nutzer. Diese Rangliste wird weiterhin von Südkorea angeführt. Auf den Plätzen Dänemark, Island, Großbritannien und Schweden. Im IDI haben sich laut ITU in den vergangenen Jahren alle erfassten Länder insgesamt verbessert (anw)