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ITU versorgt Vanuatu mit Notfall-Kommunikationsausrüstung

Nach dem zerstörerischen Zyklon Pam liegen Telefon und Internet in Teilen Vanuatus immer noch brach. Bei der Koordination der Rettungs- und Wiederaufbauarbeiten sollen Satelliten-Telefone- und Terminals der ITU helfen.

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ITU unterstüzt Vanuatu mit Kommunikations-Equipment

(Bild: Nasa)

Die Telekommunikationsorganisation ITU, eine Unterorganisaiton der UN, unterstützt den Inselstaat Vanuatu beim Wiederaufbau nach den Zerstörungen durch Zyklon Pam mit einer Notfallausstattung an dringend benötigten Kommunikationsgeräten. Die ITU hat insgesamt 40 Satellitentelefone, 10 Satelliten-Terminals und 35 Solarpanele an das Land verteilt. Mit der Ausrüstung sollen beispielsweise Nothelfer und Rettungskräfte ihre Arbeiten auch in Teilen des Landes koordinieren können, in denen Telefon und Internet immer noch nicht funktionieren.

Am 13. März hatte der Wirbelsturm Pam den Inselstaat getroffen und dabei mindestens 24 Menschen getötet sowie die Häuser von rund 3300 Einwohnern zerstört. Dabei waren auch die Telefon- und Internetanbindung betroffen, wodurch die Kommunikation zwischen den einzelnen Inseln des Landes unterbrochen wurde. Dieser Umstand ließ sich anhand der Routing-Statistiken von den europäischen Netzverwaltern der RIPE erkennen (siehe dazu auch: Wirbelsturm Pam: Vanuatu zeitweise ohne Internet auf heise Netze).

Tragbare BGAN-Terminals enthalten eine Sat-Antenne und einen Router in einem Gehäuse. Bei Systemen für Fahrzeuge kommen externe Antennen zum Einsatz.

(Bild: Inmarsat)

Laut Premierminister Joe Natuman habe die Regierung die Geräte bereits über das aus 83 Inseln bestehende Land verteilt, um die Kommunikation zwischen humanitären Helfern zu vermitteln. So lassen sich auch Informationen über die Situation auf den entlegeneren Inseln austauschen.

Die verteilten Satelliten-Terminals enthalten eine Sat-Antenne, einen Transceiver und einen Router. Sie kommunizieren mit dem Broadband Global Area Network (BGAN), einem Netzwerk des Satellitenbetreibers Inmarsat. Hierüber können beispielsweise Hilfskräfte das Internet mit maximalen Übertragungsraten von 492 KBit/s (in Sende- und Empfangsrichtung) nutzen.

Zusätzlich vermitteln die Geräte unter anderem auch Telefongespräche oder den Versand von SMS. Sie sollen den Mangel an dringend erforderlicher Kommunikationsinfrastruktur kompensieren. (fkn)