Menü

Ideen für das Internet der Zukunft gesucht

Von
vorlesen Drucken Kommentare lesen 64 Beiträge

Mit dem Ideenwettbewerb Theseus Talente 2008 will das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie auch Entwicklungen von Nachwuchswissenschaftlern, Studierenden, Schülern, Programmierern und Tüftlern in das Ende Juli 2007 gestartete Theseus-Forschungsprogramm mit einbeziehen. Unter diesem Dach soll ein von der empolis GmbH koordinierter Verbund aus 30 Unternehmen, Universitäten und Forschungseinrichtungen eine neue internetbasierte Wissensinfrastruktur entwickeln.

Das Projekt ist aus einer ursprünglich unter dem Arbeitstitel Quaero gestarteten deutsch-französischen Kooperation zur Entwicklung der Suchtechnologie der nächsten Generation hervorgegangen, Vor einem Jahr beendeten die beiden Länder die Kooperation. Anders als Frankreich, das eine "konventionelle Suchmaschine" marktreif machen wollte, die direkt mit etablierten Anbietern wie Google konkurriert hätte, will die deutsche Regierung nun gemeinsam mit Industriepartnern Basistechnologien für das semantische Web entwickeln – eine Entscheidung, die dem Projekt nicht nur Lob, sondern auch deutliche Kritik eingebracht hat. Der Förderverein SuMa, einer der heftigsten Kritiker, hat bereits vor einiger Zeit ebenfalls einen Wettbewerb ausgelobt.

Aus dem Forschungsprogramm haben die Veranstalter des Theseus-Wettbewerbs nun eine breite Auswahl an Wettbewerbsaufgaben abgeleitet. Dazu gehören konkrete softwaretechnische Realisierungen für Bildqualitätsanalyse und Ontologien ebenso wie Ansätze, um die Internet-Communities des Web 2.0 mit neuartigen Techniken des semantischen Findens zu verknüpfen. Wichtig sind der Jury dabei in jedem Fall auch erste Überlegungen, wie sich die Idee in einem zukünftigen Internet der Dienste umsetzen ließe. Neben Geldpreisen in Höhe von bis zu 10.000 Euro erhalten die Gewinner des Wettbewerbs die Chance, ihre bis zum 14. April 2008 einzureichenden Ideen bei einem Mitglied des Theseus-Konsortiums einzubringen. (anm)