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Identifikations-Chips für Euro-Banknoten geplant

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Die Europäische Zentralbank (EZB) will ab 2005 Identifikationschips in Euro-Banknoten integrieren, berichtet die EE Times unter Berufung auf einen Sprecher der EZB und Industriekreise. Gegenüber heise online wollte die EZB die Pläne nicht weiter kommentieren.

Die EZB soll nach dem Bericht mit mehreren Herstellern Kontakt aufgenommen haben, die per Funk auszulesende ID-Chips herstellen. Im Speicher der ID-Chips könnten sich beispielsweise Schlüsselsequenzen befinden, mit denen eindeutig die Echtheit der Banknote nachweisbar ist. Rüstet man den Geldschein mit wiederbeschreibbarem Speicher aus, wäre es sogar möglich, einzelne Banknoten mit einer unsichtbaren, aber eindeutigen Markierung zu versehen und so beispielsweise illegale Geldgeschäfte lückenlos nachzuvollziehen.

Der japanische Elektronik-Konzern Hitachi hatte im Sommer einen ID-Chip mit einer Kantenlänge von nur 0,4 Millimetern und 60 Mikrometern Dicke angekündigt, der geeignet sein soll, die Fälschungssicherheit von Dokumenten und Geldscheinen zu gewährleisten. Als Hindernis für solche Pläne haben sich allerdings bislang nicht nur technische Details, sondern auch die Kosten erwiesen: Gängige ID-Chips kosten zwischen 20 US-Cents und einem US-Dollar. Aus Kostengründen dürften daher möglicherweise nur große Banknoten ab 200 Euro mit solchen Chips ausgestattet werden. (wst)