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Identitätsdiebe hatten es auf wohlhabende Opfer abgesehen

Den US-Strafverfolgungsbehörden ist einem Bericht des Wall Street Journal zufolge ein Schlag gegen organisierten Identitätsklau gelungen. Es wurden mehrere Mitglieder einer Gruppe verhaftet – darunter auch der 24-jähriger Anführer russischer Herkunft. Letzterem wird vorgeworfen, seine wohlhabenden Opfer bereits um 1,5 Millionen US-Dollar betrogen zu haben. Darüber hinaus soll er Pläne gehabt haben, weitere 10,7 Millionen US-Dollar bevorzugt von Personen zu erbeuten, die auf der Forbes-Liste der 400 reichsten Menschen der Welt zu finden sind. Der Anführer wurde gestellt, als er versuchte unter der Identität von Charles Wyly, ehemaliger Vorsitzender der US-Kette Michaels Store, mit einem gefälschten Scheck im Gegenwert von 7 Millionen US-Dollar Gold einzukaufen.

Als potenzielle Opfer suchte sich der Verhaftete in erster Line solche, die über eine sogenannte Home Equity Line of Credit (HELOC) verfügten, mit deren Hilfe sie sich je nach Bedarf bis zum Gegenwert ihres Hauses Geld leihen können. Die meisten der Opfer lebten in US-Bundesstaaten wie Texas oder Kalifornien. Als Quelle für seine kriminellen Machenschaften nutzte der Anführer ausschließlich öffentlich zugängliche Informationen im Internet. Er operierte von Moskau aus und rekrutierte über Online-Jobplattformen Helfer in den USA, die vor Ort bei Bedarf die Identität der Opfer annahmen und Geld von Banken abhoben. Seine Komplizen entlohnte er mit unter anderem mit Luxusreisen, die mit gefälschten Kreditkarten bezahlt wurden. (boi)

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