Menü

Im TV-Geschäft ist Größe gefragt

vorlesen Drucken Kommentare lesen 8 Beiträge

Noch sind 40-Zoll-Fernseher die meistgefragten

Auch wenn sich der große Verkaufs-Boom bei Flachbildfernsehern allmählich dem Ende zuneigt, zählen TV-Geräte noch immer zu den gefragtesten Produkten in der Unterhaltungselektronik. Laut CEMIX – dem von der Gesellschaft für Unterhaltungs- und Kommunikationselektronik (gfu) in Kooperation mit dem Bundesverband Technik des Einzelhandels (BVT) und der GfK Marketing Services GmbH (GfK) regelmäßig erhobenen Consumer Electronics Marktindex Deutschland – wurden im vergangenen Jahr hierzulande über 8,6 Millionen Fernseher verkauft. Darunter allein rund 8,3 Millionen Flachbild-TV-Geräte (LCD und Plasma). Annähernd jeder zehnte Deutsche gönnte sich demnach 2009 ein neues Gerät.

In den ersten drei Monaten dieses Jahres stiegen die Verkaufszahlen gegenüber dem Vergleichszeitraum 2009 um weitere 5,6 Prozent auf knapp 2,4 Millionen Geräte. Allein bei LCD-TVs, die 88 Prozent des Gesamtmarktes ausmachen, war ein Zuwachs von mehr als 8 Prozent auf rund 2,1 Millionen Stück zu verzeichnen. Während die durchschnittlichen Verkaufspreise bei den LCD-Fernsehern um rund 6,5 Prozent nachgaben, verzeichnete die Branche sogar ein leichtes Umsatzplus von 1,3 Prozent auf 1,44 Milliarden Euro. Im Schnitt zahlten Verbraucher in den ersten drei Monaten 2010 für ein LCD-TV 682 Euro.

Samsung bietet offensichtlich die attraktivste Modellpalette

Während die CEMIX-Analysten das Wachstum vor allem auf den Trend zu HDTV-tauglichen Geräten zurückführen, offenbart das heise resale Preisradar ein generell hohes Interesse an Fernsehern mit großer Bildschirmdiagonale. Demnach halten Kaufinteressenten im Onlinehandel mehrheitlich nach Flachbildfernsehern der Größenklassen 40-Zoll/102 cm, 42-Zoll/107 cm und 46-Zoll/117 cm Ausschau. TV-Geräte dieser drei Kategorien machen aktuell knapp zwei Drittel der 100 meistgesuchten Fernseher im heise resale Preisradar aus, die allesamt über die volle HD-Auflösung von 1920 x 1080 Pixel verfügen. Schon jedes zweite TV-Gerät unter den Top-100 hat eine Bilddiagonale jenseits von 40 Zoll.

Aus Sicht der Kaufinteressenten haben offensichtlich aber nur einige wenige Hersteller eine attraktive Produktpalette zu bieten: die in den Top-100 des Preisradar vertretenen Fernseher stammen von lediglich 8 Anbietern. Das Feld wird angeführt vom südkoreanischen Hersteller Samsung – dahinter buhlen LG, Philips, Panasonic, Sony und Toshiba um die Gunst der Käufer. Sharp und JVC kommt allenfalls noch eine Außenseiterrolle zu – die beiden japanischen Konzerne sind in der Kalenderwoche 23 mit nur 3 Fernsehern im Ranking vertreten.

Mit dem 40-Zoll-Gerät LE40B650 stellt Samsung den in den zurückliegenden 3 Monaten meistgefragten Fernseher. Das Schwestermodell LE40C650 hat aber mittlerweile die Spitzenposition in der Rangliste übernommen. Unter den Top-10 finden sich derzeit außerdem drei der eher seltenen Plasma-Geräte von Panasonic. Der Flachbildfernseher TX-P42GW20 (Position 5) musste sich erst kürzlich im c't-Prüfstand bewähren (siehe c't 12/2010, S.132), wo das 42-Zoll-Modell vor allem mit Bildeindruck und Internetfunktionen punkten konnte. (map)