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In Deutschland steigt die Zahl der MMS-Botschaften

116 Millionen MMS (Multimedia Messaging Service) haben die Deutschen im letzten Jahr erhalten. Dies meldet der Branchenverband der Telekom-Wettbewerber VATM mit Bezug auf Erhebungen des Beratungsunternehmens Dialog Consult. Angesichts der wachsenden Verbreitung geeigneter Handys prognostiziert der VATM auch für dieses Jahr eine weiter steigende Tendenz beim MMS-Versand. Derzeit tragen MMS-Anwendungen jedoch noch nicht einmal ein Prozent zu den Diensteumsätzen im Mobilfunk bei.

Der Erhebung zufolge werden auch in den nächsten Jahren klassische SMS den Löwenanteil beim Umsatz am mobilen Datenverkehr ausmachen. Im Vergleich zum SMS-Aufkommen von insgesamt 23 Milliarden SMS für 2004 hinken MMS-Botschaften ihren rein textbasierten Pendants noch weit hinterher. Während der SMS-Markt nach Einschätzung des VATM "weitgehend gesättigt" ist, geht der Verband davon aus, dass das Geschäft mit MMS für die Mobilfunkanbieter an Bedeutung gewinnen wird. Besonders beliebt seien MMS derzeit, um Urlaubsgrüße per elektronischer Postkarte an die Daheimgebliebenen zu senden.

Zugleich bemängelt der VATM-Geschäftsführer Jürgen Grützner, dass MMS immer noch komplizierter zu verschicken und zu empfangen seien als SMS. Bereits heute seien 83 Prozent aller verkauften Handys MMS-tauglich, 70 Prozent aller neuen Handys besäßen eine Kamera. Dass umgekehrt bereits drei Viertel der Handynutzer aktive SMS-Nutzer sind, sieht der Branchenverband als Indiz dafür, dass die Bedienerführung der Endgeräte für den Austausch von MMS vielen Nutzern noch zu kompliziert ist.

In deutschen Mobilfunknetzen angekommene SMS in Milliarden sowie MMS (Quelle: VATM) [Klicken für vergrößerte Ansicht].

(ssu)

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