In Deutschland wird mehr und länger telefoniert

Telefonate im Festnetz haben allein bei Vodafone um 45 Prozent zugenommen. Auch der Datenverkehr im Festnetz ist ordentlich angestiegen.

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(Bild: carballo/Shutterstock.com)

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In Zeiten der Corona-Krise wird in Deutschland mehr und länger telefoniert. Alle drei großen Telekommunikationsnetzbetreiber berichten von einem deutlichen Anstieg und einer längeren durchschnittlichen Dauer der Telefonate. "Unsere Kunden telefonieren derzeit ausgiebiger und länger miteinander", heißt es von Telefónica. Die Anzahl und Länge der Telefonate sei in der vergangenen Woche gegenüber einem normalen Werktag um rund ein Drittel gestiegen.

Bei Vodafone fällt der Anstieg noch deutlicher aus: Im Festnetz gab es im Netz des Düsseldorfer Konzerns rund 45 Prozent mehr Telefonate, im Mobilfunk rund 38 Prozent mehr Gespräche im Vergleich zu üblichen Tagen. Beim mobilen Surfen hingegen beobachtet Vodafone einen Rückgang. Der mobile Datenverkehr sei im Vergleich zur ersten Märzwoche um 2 Prozent zurückgegangen. Im Festnetz gab es dagegen einen deutlichen Anstieg des Datenverkehrs um 50 Prozent. "Deutschland surft im WLAN und telefoniert wieder mehr", schreibt Vodafone in einem Newsticker. Trotz der erhöhten Last im Mobilfunknetz und Festnetz arbeiten die Vodafone-Netze stabil, heißt es weiter. Die Situation werde genau beobachtet, bei Bedarf würden Maßnahmen ergriffen, um gegenzusteuern.

Auch die Deutsche Telekom bestätigt einen Anstieg der Telefonminuten, nennt allerdings keine konkreten Zahlen. In der letzten Woche hatte das Unternehmen jedoch bereits mitgeteilt, dass es in ihren Netzen keine Engpässe geben werde. (mit Material der dpa) / (olb)