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In Japan geht ein weiterer Atomreaktor wieder ans Netz

Das Atomkraftwerk Ikata in Japan hat einen Reaktor wieder hochgefahren, gegen dessen Betrieb eine Bürgergruppe geklagt hatte.

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In Japan geht ein weiterer Atomreaktor wieder ans Netz

(Bild: Newsliner (CC BY-SA 2.5))

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In Japan ist ein weiterer Atomreaktor in Betrieb gegangen. Der Betreiberkonzern Shikoku Electric Power fuhr den Reaktor Nummer 3 des Atomkraftwerks Ikata in Westjapan am Samstag wieder hoch, nachdem er zuvor knapp ein Jahr lang wegen Widerstands aus der lokalen Bevölkerung abgeschaltet gewesen war. Damit sind in dem hochgradig von Erdbeben und Vulkanen gefährdeten Inselreich acht Meiler wieder am Netz.

Die große Mehrheit der Reaktoren im Land steht jedoch weiter still, nachdem Japan in Folge der Atomkatastrophe in Fukushima 2011 zwischenzeitlich sämtliche Reaktoren heruntergefahren und die Sicherheitsauflagen für Neustarts deutlich verschärft hatte. Zur Zeit des Super-Gaus in Fukushima hatte die drittgrößte Volkswirtschaft der Welt noch 54 Reaktoren am Netz gehabt.

Nach Angaben von Shikoku Electric wird der Reaktor 3 ab kommenden Dienstag Strom liefern und voraussichtlich am 28. November wieder voll in Betrieb sein. Im Dezember 2017 hatte der oberste Gerichtshof in Hiroshima noch auf Forderung einer Bürgergruppe hin verfügt, dass der Reaktor abgeschaltet wird. Die Bewohner hatten argumentiert, der Betreiber unterschätze das Risiko durch einen möglichen Ausbruch des 130 Kilometer entfernten Vulkans Aso. Vergangenen Monat hob dasselbe Gericht die Verfügung jedoch mit der Begründung wieder auf, dass es auch bei einem Vulkanausbruch keine Sicherheitsrisiken gebe.

(dpa) / (dwi)

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