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Telepolis

In den USA werden erste Sicherheitsbedenken gegenüber Google Street View laut

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Einen Monat, nachdem Google Street View und Microsoft Live Search Maps dem Betrachter die Möglichkeit gaben, fremde Städte aus der Fußgängerperspektive virtuell zu bereisen und Brücken, Plätze, Gebäude und Straßen in amerikanischen Städten auch ohne US-Visum zu inspizieren (Googles penetranter panoptischer Blick), macht sich der oberste Rechnungsprüfer im Bundesstaat New York, Thomas DiNapoli, Gedanken über mögliche Sicherheitsprobleme, die durch die neuen Dienste entstehen könnten.

DiNapoli fordert deshalb, dass Google, der AOL-Dienst Mapquest, Microsoft und Yahoo ihre Mapping-Bemühungen zukünftig sowohl mit den Heimatschutzbehörden als auch mit örtlichen Polizeibehörden absprechen. Zudem regte er eine Selbstregulierung der Dienste an, die eine Einstufung von Sicherheitsrisiken vornehmen und sich danach selbst zensieren sollen.

Bei DiNapolis Forderung spielt offenbar auch eine Rolle, dass bei den vor einem Monat festgenommenen Männern, die verdächtigt werden, dass sie den Kennedy International Airport in die Luft sprengen wollten, angeblich mit Google Earth heruntergeladene Bilder gefunden wurden. Es könnte durchaus sein, dass die angesprochenen Firmen auch ohne gesetzlichen Druck auf DiNapolis Forderung eingehen: Als oberster Rechnungsprüfer verwaltet er einen 154,5 Milliarden US-Dollar schweren Pensionsfonds, der mit zu den wichtigsten Anteilseignern der betroffenen Firmen zählt. (fr)

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