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In der Schweiz verschwinden die Telefonzellen

Eine Ära geht zu Ende: Die Schweizer bauen ihre Telefonzellen komplett ab. Das ist nur konsequent, denn benutzt wurden sie kaum noch.

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(Bild: By GrößterZwergDerWelt at de.wikipedia (Own work) [CC BY-SA 3.0 de (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/de/deed.en)], via Wikimedia Commons)

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Die letzten 3000 öffentlichen Telefonzellen verschwinden aus der Schweiz. Ab 2018 ist die Swisscom nicht mehr verpflichtet, solche Kabinen, die einst zur Grundversorgung gehörten, zu betreiben. Dies hatte der Schweizer Bundesrat bereits im Dezember 2016 beschlossen. Die sogenannten "Publifone" sollen nach Angaben des Telekommunikationsunternehmens in den nächsten Jahren abgebaut werden.

Nostalgiker können sich die viereckigen Häuschen aber sichern: Für umgerechnet rund 3000 Euro sind sie zu erwerben. Manches Unternehmen habe sich Kabinen für ihre Großraumbüros gekauft, um dort Rückzugsorte für ungestörtes Telefonieren zu schaffen. Im Zeitalter des Handys sei die Zahl der Gespräche aus Telefonzellen zwischen 2004 und 2016 um 95 Prozent zurückgegangen, so die Swisscom. Die Zahl schrumpfte von fast 60 000 vor 20 Jahren kontinuierlich. In Deutschland gibt es nach einer Recherche der Zeit noch rund 22 000 Telefonzellen – Tendenz fallend. (jd)