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Valves VR-Headset Index: Was wir schon wissen

Valves VR-Headset heißt Index und kommt im Mai. Möglicherweise arbeitet es mit gestapelten Linsen.

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(Bild: Valve)

Valve arbeitet an einer eigenen VR-Brille für die SteamVR-Plattform. Auf einer Webseite zeigt das Spieleunternehmen ein erstes Teaser-Bild zu dem Headset, das den Namen "Index" tragen soll. Darauf zu sehen ist nur die grobe Form der Index.

Was man allerdings auf dem Foto deutlich erkennen kann: einen kleinen Schieber, der offenbar zum Einstellen des Augenabstandes dient. Die kürzlich angekündigte Oculus Rift S hat eine solche Einstellfunktion im Unterschied zum Vorgänger nicht mehr, weshalb es im Netz Kritik hagelte – unter anderem vom geschassten Oculus-Gründer Palmer Luckey.

Auf dem Ankündigungsfoto sind außerdem zwei Kameralinsen zu sehen, was auf Inside-Out-Tracking ohne externe Sensoren hindeuten könnte. Diese Technik wird von allen Windows-Mixed-Reality-Headsets sowie den beiden kommenden Oculus-Brillen Rift S und Quest verwendet.

Auf dem aufgehellten Produktfoto kann man helle Flecken; dabei handelt es sich sehr wahrscheinlich um IR-Sensoren.

Hellt man das Produktfoto auf, erkennt man allerdings helle Punkte, die so aussehen wie die Infrarot-Sensoren in der HTC Vive; was wiederum auf Tracking mit der von Valve für die Vive entwickelten Lighthouse-Technik schließen lässt. Diese ist auf mindestens zwei externe Basisstationen angewiesen, die jeweils ein Stromkabel benötigen. Denkbar wäre, dass die Valve Index sowohl Lighthouse- als auch Inside-Out-Tracking unterstützt – oder aber die beiden Kameralinsen nur nutzt, um in Augmented-Reality-Anwendungen die Umgebung anzuzeigen.

Valve-Index-Logo: Deutet es auf zwei übereinanderliegende Linsen hin?

Noch mehr Spekulationen gibt es zum Valve-Index-Logo, welches das Unternehmen unter anderem beim Europäischen Amt für geistiges Eigentum (EUIPO) angemeldet hat. Auf Reddit überbieten sich die User gegenseitig mit Interpretationen des Logos; am plausibelsten erscheint die Theorie, dass Valve zwei Linsen übereinander verwendet, um die Bildqualität zu verbessern. Bei der HTC Vive stören durch den Fresnelschliff der Linse verursachte kreisförmige Muster und Lichteinstrahlungen ("God-Rays").

Ansonsten hält sich Valve mit Informationen noch zurück. Abseits des Teaser-Bilds gibt es auf der Webseite zur Index keine Details. Man darf aber davon ausgehen, dass die Index die SteamVR-Plattform unterstützt und entsprechend mit den passenden Controllern und Spielen funktionieren wird. Im Februar 2017 hatte Valve außerdem mitgeteilt, dass es an drei vollwertigen VR-Titeln arbeiten würde – materialisiert hat sich bislang keines davon. Valve arbeitet weiterhin an selbstentwickelten VR-Controllern namens Knuckles, die seit Monaten als Prototypen an Entwickler gehen. Im Unterschied zu anderen VR-Controllern erfassen die Knuckles jeden einzelnen Finger.

Valve ist traditionell ein Software-Unternehmen: Das Entwicklerstudio hinter den Half-Life- und Portal-Reihen macht sein Geld mittlerweile vor allem mit dem Spiele-Store Steam. Hardware von Valve gab es aber schon: Zum Beispiel den Steam Controller oder das mittlerweile eingestampfte Streaming-Dongle Steam Link.

Neben Valve arbeitet auch der VR-Pionier Oculus an einer neuen Generation von VR-Headsets. Die kommende Rift S hat im Vergleich zur drei Jahre alten Vorgängervariante Rift eine etwas höhere Auflösung und schnellere LC-Displays.

Update: Informationen zum Logo und zu möglichen Features ergänzt. (dahe)